Altusried-Kimratshofen

Wenn „Albrechtka“ sich erinnert

Bockbierfest Kimratshofen

Mehrere Einlagen sorgten beim Starkbierfest der Musikkapelle Kimratshofen für ausgelassene Stimmung.

Bild: Fotos: Julia Schugg

Mehrere Einlagen sorgten beim Starkbierfest der Musikkapelle Kimratshofen für ausgelassene Stimmung.

Bild: Fotos: Julia Schugg

Bockbierfest Schauspiel-Einlagen sorgen beim Starkbieranstich der Musikkapelle Kimratshofen für Schenkelklopfer
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Von az
07.04.2020 | Stand: 15:22 Uhr

Wegen der Corona-Krise ging das traditionelle Starkbierfest der Musikkapelle Kimratshofen heuer nur einmal über die Bühne. Dirigent Hermann Heinle und seine Musikanten starteten mit „Erinnerungen an Brennberg“ in den Abend. Zu den Klängen des Bayerischen Defiliermarsches zapften Zweiter Bürgermeister Hans-Jörg Dorn und Hermann Widenmayer von der Rettenberger Brauerei Engelbräu das erste Fass an. Dorn – vom Musikkapellen-Vorsitzenden Hubert Schädler noch kurzerhand zum Ersten Bürgermeister „befördert“ – zeigte mit zwei satten Schlägen einen vorbildlichen Anstich, ohne dabei einen Tropfen zu vergeuden.

Die Musikkapelle tischte den Besuchern im ausverkauften Saal der Alten Post traditionelle Blasmusik auf, wie die Polka „Wir sind Kinder von der Eger“, dem „Flieger-Marsch“ oder der neuen Polka „Wir sind Wir“. Beim Solostück „Erinnerung an Zirkus Renz“ glänzte Stephan Rothärmel am Xylofon.

Für ausgelassene Stimmung sorgten die schauspielerischen Einlagen: Den Anfang machten Lukas Gasafi und Roland Dorn mit dem Sketch „Die drei Flaschengeister“. Gasafi erklärte, welcher Geist sich in welcher Flasche versteckt. Doch Dorn konnte dessen Ausführungen nicht folgen und brachte ihn mit seinen Rückfragen zur Verzweiflung.

Kathrin Albrecht und Lucas Braun ließen das vergangene Jahr Revue passieren. Dabei mimte Kathrin die Sprachsteuerung „Albrechtka“ als Allgäuer Variante von Amazons Alexa. Im Laufe des Gesprächs entwickelte „Albrechtka“ sehr menschliche Eigenschaften und presste aus Braun mehrere vergnügliche Begebenheiten heraus. So erfuhren die Bockbierfestbesucher, dass die Inhaberin der örtlichen Bäckereifiliale so ihre Probleme mit der neuen Bonverordnung hat und dass manch Kimratshofer Musikant beim jährlichen Alteisensammeln arbeitet, bis sich die Sohlen seiner Arbeitsschuhe lösen.

Die meisten Lacher ernteten Lucas Braun und Kathrin Albrecht, als sie von einer leicht bekleideten Kimratshofer Männerrunde im Urlaub berichteten. Wenn die Nachfrage nach Freikörperkultur weiterhin besteht, könnte doch auf dem künftigen Kimratshofer Dorfplatz ein Nudistentreff entstehen. Zu guter Letzt versuchte sich „Albrechtka“ als Wahlbarometer. Für Heiterkeit sorgte der Sketch „Auf dem Standesamt“: Pius und Richard Mair vom „Bodenwalzer Komödienstadel“ spielten ein hochzeitwilliges Pärchen, das den Standesbeamten (Sebastian Mair) dank ihrer Schwerhörigkeit verzweifeln ließ.

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Danach legte die Kapelle mit moderner Unterhaltungsmusik, wie „Hulapalu“, „Hallo Klaus“, „Partyplanet“, „Can you English please“ oder auch „Cordula Grün“ los. Die Bockbierfestgäste feierten ausgelassen mit. Mit dem „Bozner Bergsteiger-Marsch“, „Dankeschön und auf ein Wiederseh’n“ und ein paar Zugaben verabschiedete sich die Musikkapelle.