Grenzkontrollen und Einreiseregeln

Österreich-Reisende müssen in Italien in Quarantäne - EU-Kommissarin äußert sich skeptisch

Mitglieder des österreichischen Bundesheeres führen am Pass Thurn Ausreisekontrollen durch. In Tirol sind wegen der Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Variante strenge Ausreisebeschränkungen in Kraft getreten. Ein Verlassen des Bundeslands in Richtung Deutschland oder in angrenzende österreichische Bundesländer ist in den nächsten zehn Tagen nur mit einem negativen Corona-Test möglich, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. +++ dpa-Bildfunk +++

Mitglieder des österreichischen Bundesheeres führen am Pass Thurn Ausreisekontrollen durch. In Tirol sind wegen der Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Variante strenge Ausreisebeschränkungen in Kraft getreten. Ein Verlassen des Bundeslands in Richtung Deutschland oder in angrenzende österreichische Bundesländer ist in den nächsten zehn Tagen nur mit einem negativen Corona-Test möglich, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. +++ dpa-Bildfunk +++

Bild: Expa/Jfk, dpa

Mitglieder des österreichischen Bundesheeres führen am Pass Thurn Ausreisekontrollen durch. In Tirol sind wegen der Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Variante strenge Ausreisebeschränkungen in Kraft getreten. Ein Verlassen des Bundeslands in Richtung Deutschland oder in angrenzende österreichische Bundesländer ist in den nächsten zehn Tagen nur mit einem negativen Corona-Test möglich, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. +++ dpa-Bildfunk +++

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EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hält nicht viel von den schärferen deutschen Einreiseregeln, die seit diesem Sonntag gelten.
dpa
14.02.2021 | Stand: 10:48 Uhr

"Die Furcht vor den Mutationen des Coronavirus ist verständlich. Aber trotzdem gilt die Wahrheit, dass sich das Virus nicht von geschlossenen Grenzen aufhalten lässt", sagte die 64-jährige christdemokratische Politikerin aus Zypern der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). "Gegen die Mutationen helfen nur konsequentes Impfen sowie die Einhaltung der Hygiene-Regeln. Ich halte es für falsch, dass wir wieder zu einem Europa mit geschlossenen Grenzen wie im März 2020 zurückkehren." Lesen Sie auch: Grenzkontrollen in Östereich: Was jetzt noch erlaubt ist - und was nicht

Seehofer sauer auf EU

Über kritische Bemerkungen seitens der EU-Kommission hatte sich Bundesinnenminister Horst Seehofer schon tags zuvor empört. "Jetzt reicht's!", sagte der CSU-Politiker nach Lockerungsforderungen aus Brüssel der "Bild"-Zeitung. Die EU habe bei der Impfstoffbeschaffung "genug Fehler gemacht".

An den Grenzen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol gelten ab diesem Sonntag schärfere Einreiseregeln. Aus Angst vor den dort verbreiteten, ansteckenderen Varianten des Coronavirus wird an den entsprechenden Grenzübergängen in Bayern und Sachsen scharf kontrolliert. Laut einer Verordnung des Bundesinnenministeriums dürfen aus den betroffenen Gebieten nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es für Ärzte, Kranken- und Altenpfleger sowie für Lastwagenfahrer und landwirtschaftliche Saisonkräfte.

Auch wer zur Beerdigung eines Elternteils, Ehepartners oder Kindes will, darf einreisen, genauso Väter für die Geburt ihres Kindes. Für alle Einreisenden gilt: Sie müssen einen negativen Corona-Test vorweisen und in Deutschland zunächst in Quarantäne gehen.

Rom führt bei Einreise aus Österreich Tests und Quarantäne ein

Im Kampf gegen neue Varianten des Coronavirus führt Italien für Einreisende aus Österreich verschärfte Regeln mit Mehrfach-Tests und Quarantäne ein. Das teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Samstag in Rom mit. Damit wolle Italien sich besonders gegen südafrikanische Virusmutanten schützen, die in Österreich zirkulierten, schrieb der Politiker auf Facebook. Die Verschärfung trete ab Sonntag in Kraft.

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Ein österreichischer Grenzsoldat kontrolliert am Grenzpunkt zwischen Niederndorf bei Kufstein (Österreich) und Oberaudorf (Deutschland) die nach Österreich einreisenden Personen. Im Kampf gegen die sich ausbreitende südafrikanische Corona-Variante hat das österreichische Bundesland Tirol in der Nacht neue Ausreisebeschränkungen in Kraft gesetzt.
Corona-Krise

Grenzkontrollen wegen Virus-Mutation ab Sonntag - Einreiseverbote auch für Slowakei

Das Dekret des Ministers schreibt vor, dass Menschen, die mehr als zwölf Stunden in Österreich waren - auch Durchreisende - einen negativen Corona-Test an der Grenze vorlegen müssen. Er darf nicht älter als 48 Stunden sein. Im Land angekommen, sind ein Test und eine zweiwöchige Quarantäne Pflicht. Nach dem Ende dieser Phase muss den Behörden ein neuer, negativer Test vorgelegt werden. Einige Virus-Varianten gelten als besonders ansteckend. Auch in Italien wurden schon Mutanten festgestellt, besonders die britische Variante kursiert laut einer Studie schon recht häufig.

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