Läden zu, Skigebiete offen

Österreich wieder im Lockdown - Bundeskanzler Kurz erwartet dritte Corona-Welle

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz rechnet Anfang 2021 in ganz Europa mit einer dritten Corona-Infektionswelle.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz rechnet Anfang 2021 in ganz Europa mit einer dritten Corona-Infektionswelle.

Bild: Ronald Zak, dpa

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz rechnet Anfang 2021 in ganz Europa mit einer dritten Corona-Infektionswelle.

Bild: Ronald Zak, dpa

Österreich ist am zweiten Weihnachtsfeiertag in den dritten Lockdown gestartet. Viele Corona-Regeln wurden damit deutlich verschärft - doch man darf Skifahren.
26.12.2020 | Stand: 16:22 Uhr

Österreich geht ab heute wieder in den Lockdown - mindestens für drei Wochen. Ab dem 18. Januar sollen der Handel sowie erstmals seit November auch Kultur und Gastronomie wieder öffnen - allerdings nur für Menschen, die bei einem der dann landesweit umsonst angebotenen Corona-Schnelltests negativ getestet werden.

"Ich glaube, dass Tests in den kommenden Monaten eine absolute Normalität werden wie das tägliche Zähneputzen", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Samstag dem ORF. Er rechnet Anfang 2021 in ganz Europa mit einer dritten Infektionswelle. Dank der Impfungen und Tests sei danach Entspannung zu erwarten, sagte er. "Ich rechne damit, dass wir im Sommer wieder in weiten Teilen zur Normalität zurückkehren können." Die Zahl der Neuinfektionen war berechnet auf 100 000 Einwohner zuletzt unter die Werte in Deutschland gefallen.

Mit dem Lockdown in Österreich gelten wieder besonders strenge Regeln.

Die Ausgangsbeschränkungen gelten ab jetzt wieder rund um die Uhr. Die eigene Wohnung darf dann auch tagsüber nur aus bestimmten Gründen verlassen werden. Erlaubt sind zum Beispiel die Fahrt in die Arbeit, Einkauf, aber auch Individualsport.

Die Kontaktbeschränkungen sind im dritten Lockdown ebenfalls streng. Gestattet sind nur Treffen zwischen einem Haushalt (eine oder mehrere Personen) und einer Einzelperson eines anderen Haushalts. Das gilt explizit auch für Privatbereiche außerhalb des Wohnbereichs wie Gärten.

Die seit 19. Dezember geltenden Einreisebeschränkungen nach Österreich gelten weiterhin. Jeder, der nach Österreich einreist, muss sofort in eine zehntägige Quarantäne. Die Quarantäne kann durch einen negativen PCR-oder Antigen-Test früher beendet werden, der frühestens am fünften Tag möglich ist.

Ohne Quarantänepflicht einreisen dürfen regelmäßige Pendler und Menschen, die in die Enklaven Mittelberg (Kleinwalsertal), Vomp-Hinterriss oder Jungholz einreisen.

Österreich ist seit Samstag im dritten Lockdown. Skigebiete dürfen aber öffnen.
Österreich ist seit Samstag im dritten Lockdown. Skigebiete dürfen aber öffnen.
Bild: Expa/Johann Groder, dpa

Alle Schulen in Österreich starten am 7. Januar - aber nur mit Fernunterricht. Der Handel bleibt bis 17. Januar zu, ausgenommen sind Lebensmittelhandel, Drogerien, Apotheken, Post, Banken, und Tankstellen. Auch die Gastronomie und Hotels bleiben zu. Abholung von Speisen und Getränken ist tagsüber erlaubt.

Skigebiete können in Österreich öffnen

Das Betreten von Freizeiteinrichtungen wie Fitnessstudios und Hallenbädern bleibt untersagt. Auch Zoos und botanische Gärten haben geschlossen. Allerdings dürfen die Skigebiete öffnen - Lifte und Gondeln dürfen aber nur mit FFP2-Masken genutzt werden. Einige Skigebiete haben die Öffnung aber bereits abgelehnt.

Ab 18. Januar ist laut ORF geplant, dass Beschäftigte in körpernahen Berufen einmal pro Woche einen Test machen müssen, alternativ wird das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht. Betroffen davon sind etwa Lehrer, Kellner, Friseure, Kosmetiker, Mitarbeiter öffentlicher Verkehrsmittel mit Kundenkontakt, alle Gesundheits- und Pflegeberufe mit Patientenkontakt sowie am Bau Beschäftigte. In Gebieten mit besonders hohen Infektionszahlen sollen künftig Massentests möglich sein. Auch ein regionaler Lockdown soll dort gegebenenfalls erfolgen.