Auswirkungen der Corona-Pandemie

Österreichische Studie: Corona-Krise schädigt Vertrauen in Demokratie

Die Corona-Krise verändert laut einer Studie auch die Einstellung der Menschen zur Demokratie: Nur 44 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, dass sie sich als Teil der Demokratie in Österreich fühlten.

Die Corona-Krise verändert laut einer Studie auch die Einstellung der Menschen zur Demokratie: Nur 44 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, dass sie sich als Teil der Demokratie in Österreich fühlten.

Bild: Boris Roessler, dpa (Symbolbild)

Die Corona-Krise verändert laut einer Studie auch die Einstellung der Menschen zur Demokratie: Nur 44 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, dass sie sich als Teil der Demokratie in Österreich fühlten.

Bild: Boris Roessler, dpa (Symbolbild)

Die Zustimmung der Menschen zur Demokratie hat laut einer Studie aus Österreich im Zuge der Corona-Krise abgenommen. Die Ergebnisse in der Zusammenfassung.
Die Corona-Krise verändert laut einer Studie auch die Einstellung der Menschen zur Demokratie: Nur 44 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, dass sie sich als Teil der Demokratie in Österreich fühlten.
dpa
09.12.2020 | Stand: 12:18 Uhr

Die Auswirkungen der Corona-Krise trüben laut einer österreichischen Studie die Zustimmung von Menschen zur Demokratie. Besonders betroffen ist das wirtschaftlich schwächste Drittel, zu dem auch viele Angehörige der sogenannten systemrelevanten Berufe in der Krise - etwa Pflegekräfte und Kassierer - gehörten: Nur 44 Prozent dieser Befragten stimmten der Aussage zu, dass sie sich als Teil der Demokratie in Österreich fühlten. Das ergab der am Mittwoch vorgestellte österreichische Demokratie Monitor 2020. Für die repräsentative Studie des Sozialforschungsinstituts Sora wurden von August bis Oktober knapp 2.200 Menschen befragt.

Unterstes Drittel zeigt schwache Einstellung zur Demokratie

Das unterste Drittel zeige seit Jahren die schwächste Einstellung zur Demokratie und sehe sich am deutlichsten abgehängt, von der Politik abgewertet und politisch wirkungslos. Zusätzlich waren diese Menschen nun laut der Befragung finanziell und psychisch rund doppelt so stark wie der Durchschnitt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie in Österreich betroffen. Der Aussage, dass Demokratie die beste Staatsform sei, stimmten die Befragten, deren finanzielle Lage oder psychische Gesundheit sich in der Pandemie verschlechtert hat, nur noch zu rund 40 Prozent "sehr" zu - im Gegensatz zu rund 60 Prozent derer, die keine Auswirkungen der Pandemie zu spüren meinten.

Neun von Zehn sehen Demokratie als beste Staatsform

Insgesamt waren rund 9 von 10 Menschen "sehr" oder "ziemlich" der Meinung, dass die Demokratie die beste Staatsform sei - bei allen außer den Bestverdienern allerdings weniger stark überzeugt als in den Vorjahren. Einen "starken Führer, der sich nicht um Parlament und Wahlen kümmern muss" befürworteten 19 Prozent aller Befragten. Vertrauen in das Parlament hatten 70 Prozent des oberen Drittels, 55 Prozent der Mitte und nur 33 Prozent des unteren Drittels der Befragten in Österreich.