Ibiza-Affäre

Österreichs Ex-Vizekanzler Strache wegen Bestechlichkeit verurteilt

Ibiza-Affäre: Österreichs Ex-Vizeklanzler Heinz-Christian Strache wurde schuldig gesprochen.

Ibiza-Affäre: Österreichs Ex-Vizeklanzler Heinz-Christian Strache wurde schuldig gesprochen.

Bild: Helmut Fohringer

Ibiza-Affäre: Österreichs Ex-Vizeklanzler Heinz-Christian Strache wurde schuldig gesprochen.

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Das Wiener Landgericht hat den früheren österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache am Freitag zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten auf Bewährung verurteilt.
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dpa
27.08.2021 | Stand: 14:23 Uhr

Der frühere österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache ist der Bestechlichkeit schuldig gesprochen worden. Das Wiener Landgericht verurteilte den 52-Jährigen am Freitag zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten auf Bewährung. In dem Prozess ging es um Gesetzeskauf: Laut Anklage hatte Strache dem befreundeten Eigentümer einer Privatklinik zu einer vorteilhaften Gesetzesänderung verholfen.

Im Gegenzug sollen Spenden an die rechte FPÖ geflossen sein, deren Vorsitzender Strache damals war.

Ehemaliger österreichischer Vizekanzler Strache erhält Freiheitsstrafe von 15 Monaten

Der Freund Straches wurde wegen Bestechung zu zwölf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Die beiden Angeklagten hatten vor Gericht bis zuletzt die Vorwürfe bestritten. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Im Zentrum des Prozesses standen die Bemühungen des Unternehmers, mit seiner Wiener Schönheitsklinik Zugang zum staatlichen Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds zu erhalten. Eine Aufnahme in den Fonds erleichtert die Verrechnung von medizinischen Leistungen. Der Mann spendete der FPÖ, die damals noch in der Opposition war, 2016 und 2017 insgesamt 12.000 Euro.

Bestechlichkeit: FPÖ-Mann Strache wurde von Schönheitschirurg nach Korfu eingeladen

Außerdem lud er Strache auf die Insel Korfu ein. Die Klinik bekam schließlich 2018 Zugang zu dem Fonds, nachdem Strache Vizekanzler geworden war.

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