Corona-Krise in Österreich

81 Prozent würden Öffnung der Gastro befürworten

Eine leere Bar in Österreich. Viele Österreicher sprechen sich für eine Öffnung der Gastro unter Sicherheitskonzepten aus.

Eine leere Bar in Österreich. Viele Österreicher sprechen sich für eine Öffnung der Gastro unter Sicherheitskonzepten aus.

Bild: Jakob Gruber/APA, dpa (Symbolbild)

Eine leere Bar in Österreich. Viele Österreicher sprechen sich für eine Öffnung der Gastro unter Sicherheitskonzepten aus.

Bild: Jakob Gruber/APA, dpa (Symbolbild)

Österreicher sind laut einer Umfrage für weitere Öffnungsschritte offen. Der Wirtschaftsbund Vorarlberg fordert eine Aufwertung der "Wohnzimmer-Tests".
21.02.2021 | Stand: 16:15 Uhr

"Es ist nun an der Zeit, konkrete Öffnungsschritte für die immer noch gesperrten Branchen zu kommunizieren", fordert Wirtschaftsbund-Direktor Jürgen Kessler konkrete Öffnungspläne ein.In den letzten Monaten habe die Wirtschaft alles Notwendige getan und mit umfassenden Sicherheits- und Präventionskonzepten ihre Hausaufgaben gemacht.

Mehrheit für weitere Öffnungsschritte

Kessler glaubt, die aktuelle Infektionslage lasse es in Vorarlberg zu, früher wie in anderen Bundesländern über konkrete Öffnungsschritte zu sprechen, berichtet VOL.AT. Das solle den Unternehme Klarheit geben. Laut einer aktuellen Umfrage mit 2.031 Teilnehmern befürworten 81 Prozent aller befragten Österreicher die Öffnung der Gastronomie mit Sicherheitsauflagen.

"Wohnzimmer"-Tests sollen anerkannt werden

Der Wirtschaftsbund setzt sich auch dafür ein, dass die Corona-Ampel für regionale Corona-Maßnahmen reaktiviert wird. Außerdem soll die Anerkennung der "Wohnzimmer"-Tests als Eintrittstest für die Wirtschaft vorangetrieben werden. Wirtschaftsbund-Direktor Jürgen Kessler sagt: "Es war richtig die ersten Öffnungsschritte zu setzen. 68 Prozent der Befragten befürworten die Wiedereröffnung des Handels und gesamt 69 Prozent sprechen sich für weitere Öffnungen mit begleitenden Sicherheitsmaßnahmen aus".

Der Vorarlberger Wirtschaftsbund fordert jetzt weitere Öffnungsschritte für die noch geschlossenen bzw. eingeschränkten Branchen wie Freizeit und Kultur, Gastronomie und Hotellerie, berichtet VOL.AT. Gastro- und Hotellerie hätten bereits 111 Tage geschlossen und stünden "ohne Umsätze", aber "mit Fixkosten und mit der Ungewissheit, wann es wieder losgehen wird" da, sagt Kessler. Mit den verschärften Abstandsregeln, FFP2-Masken und stark ausgeweiteten Teststraßen habe man "Instrumente gegen das Virus in der Hand, die auch Wirkung zeigen", ist Kessler überzeugt.

"Wohnzimmer-Tests" ab März gratis in Apotheken erhältlich

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Der WKV fordert auch die Anerkennung der "Wohnzimmer"-Tests als Eintrittstests für Wirtshaus-, Hotel- und Friseurbesuche, damit mit neuen Öffnungsschritten die Teststraßen nicht an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Diese sind ab 1. März gratis in den Apotheken erhältlich. Es wäre laut Kessler an der Zeit, auch diese Tests zu akzeptieren und Regeln zu definieren, die diese Testmöglichkeiten anerkennen.

Umfrage:

  • Befragungszeitraum 8.–10.2.2021
  • Österreichische Bevölkerung n = 2031, max. Schwankungsbreite = 2,22 % Fehlende Prozent auf 100 % sind Befragte, die keine Angabe gemacht haben.
  • Quelle: Market Institut

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