Wetter

Angespannte Lage nach Rekordniederschlägen in Österreich und Italien

Ein Schneepflug räumt eine verschneite Straße im Ortsteil Ködnitz. Der Winter macht sich in Teilen Österreichs mit enormen Schnee- und Regenmengen bemerkbar. Die anhaltend starken Schneefälle sowie Sturm auf den Bergen sorgten in Osttirol für erhebliche Behinderungen und hohe Lawinengefahr.

Ein Schneepflug räumt eine verschneite Straße im Ortsteil Ködnitz. Der Winter macht sich in Teilen Österreichs mit enormen Schnee- und Regenmengen bemerkbar. Die anhaltend starken Schneefälle sowie Sturm auf den Bergen sorgten in Osttirol für erhebliche Behinderungen und hohe Lawinengefahr.

Bild: Expa/Johann Groder, dpa

Ein Schneepflug räumt eine verschneite Straße im Ortsteil Ködnitz. Der Winter macht sich in Teilen Österreichs mit enormen Schnee- und Regenmengen bemerkbar. Die anhaltend starken Schneefälle sowie Sturm auf den Bergen sorgten in Osttirol für erhebliche Behinderungen und hohe Lawinengefahr.

Bild: Expa/Johann Groder, dpa

Unwetter mit starken Schnee- und Regenfällen haben am Wochenende in Teilen Österreichs und Italiens für Chaos gesorgt. Entspannung ist zunächst nicht in Sicht.
dpa
08.12.2020 | Stand: 08:21 Uhr

Die Wetterlage in Teilen der Alpenregion bleibt nach heftigen Niederschlägen vom Wochenende angespannt. Am Dienstag und Mittwoch soll es im Südwesten Österreichs wieder stark schneien. Erst ab Donnerstag soll sich die Lage entspannen, wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Montag mitteilte.

Die Lawinengefahr bleibt in Teilen Österreichs hoch. Auch in Norditalien hatte sich die Lage am Montag nach den Unwettern vom Wochenende mit Schneemassen, Regen und mindestens zwei Toten noch nicht völlig normalisiert. Für die kommenden Tage werden im stark betroffenen Norden und Nordosten weitere Niederschläge erwartet.

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Tirol versinkt im Schnee - Lawine trifft Häuser

In der Gegend um Modena hatten starke Regenfälle zu Hochwasser und Überflutungen ganzer Landstriche geführt. Die Feuerwehr musste Menschen mit Schlauchbooten aus ihren Häusern befreien. Die Retter in dem 60-Millionen-Einwohner-Land rückten zu Tausenden von Einsätzen aus, wie die Feuerwehr mitteilte. In einer Ortschaft rund 50 Kilometer westlich des Comer Sees wurde ein 53 Jahre alter Mann von einem Baum erschlagen, der unter der Schneelast umstürzte, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Freitag berichtet hatte. In Süditalien verlor ein 51-jähriger Arbeiter nach Berichten vom Sonntag sein Leben, als er von Schlamm weggerissen wurde.

Brenner-Bundesstraße gesperrt

Für den Nordosten um Friaul-Julisch Venetien, Venetien, Südtirol und Emilia-Romagna gelte weiterhin Wetter-Warnstufe Rot, hieß es am Montag von der Zivilschutzbehörde.

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Die starken Schneefälle am Grenzpass Brenner zwischen Österreich und Italien hatten auch zum Wochenauftakt zu Behinderungen geführt. Während die Brennerautobahn bei Sterzing am Montag wieder für den Verkehr freigegeben wurde, blieben Teile der Brenner-Bundesstraße (B182) zunächst auf Tiroler und Südtiroler Seite gesperrt, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Die Brennerbahnlinie ist demnach bis Dienstag unterbrochen. Der internationale Fernverkehr wurde in der Region im Schienenersatzverkehr abgewickelt.

In Österreich hatten einige Wetterstationen in Oberkärnten und Osttirol von Freitag bis Sonntag binnen drei Tagen soviel Niederschlag wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichneten. Im Kärntner Lesachtal fielen bis zu 370 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter.

In Osttirol galt am Montag die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier. Auch weiterhin sei die Gefahr von sehr großen Lawinen an steilen Grashängen zu erwarten, erklärten die Experten. Schulen und Kindergärten blieben wegen der Lawinengefahr in Teilen Tirols und Kärntens am Montag zu.