100.000 Euro Schadensersatz gefordert

Corona-Ansteckungen im Skiort Ischgl erstmals vor Gericht behandelt

Vor dem Landgericht in Wien wird am Freitag erstmals die Ausbreitung des Coronavirus in Ischgl behandelt.

Vor dem Landgericht in Wien wird am Freitag erstmals die Ausbreitung des Coronavirus in Ischgl behandelt.

Bild: Jakob Gruber, dpa (Archivfoto)

Vor dem Landgericht in Wien wird am Freitag erstmals die Ausbreitung des Coronavirus in Ischgl behandelt.

Bild: Jakob Gruber, dpa (Archivfoto)

Am Freitag wird die Ausbreitung des Coronavirus im Tiroler Skiort Ischgl erstmals vor Gericht behandelt. Österreich weist jede Schuld von sich.
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dpa
16.09.2021 | Stand: 18:15 Uhr

Die Ausbreitung des Coronavirus im Tiroler Skiort Ischgl und die teils tödlichen Folgen für Touristen werden am Freitag erstmals von einem Gericht behandelt. Die Witwe und der Sohn eines an Covid-19 gestorbenen Österreichers, der sich bei der chaotischen Abreise aus Ischgl angesteckt haben soll, fordern rund 100 000 Euro Schadenersatz.

Vor dem zivilrechtlichen Prozess im Wiener Landesgericht hat die beklagte Republik Österreich jede Schuld von sich gewiesen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass schon am Freitag ein Urteil gefällt wird. Weitere Klagen werden in den kommenden Wochen verhandelt.

Ausbreitung des Coronavirus in Ischgl: Touristen mussten plötzlich abreisen

Ischgl gilt als Beispiel für eine unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus, seit der Ski- und Partyort im März 2020 wegen steigender Fallzahlen plötzlich geschlossen wurde und Touristen - darunter viele Deutsche - plötzlich abreisen mussten. Aus Sicht der Kläger trug die von den Behörden schlecht organisierte Evakuierung zu einem Chaos mit weiteren Infektionen bei, die dann von Rückkehrern in viele Länder weitergetragen wurden.

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