Corona-Pandemie

Interesse an Massentests in Österreich geringer als erwartet

Mitarbeiter des Roten Kreuzes und der Feuerwehr bereiten an einer Teststation im Feuerwehrhaus von Annaberg einen Corona-Massentest vor.

Mitarbeiter des Roten Kreuzes und der Feuerwehr bereiten an einer Teststation im Feuerwehrhaus von Annaberg einen Corona-Massentest vor.

Bild: Barbara Gindl/dpa

Mitarbeiter des Roten Kreuzes und der Feuerwehr bereiten an einer Teststation im Feuerwehrhaus von Annaberg einen Corona-Massentest vor.

Bild: Barbara Gindl/dpa

Mit einem großangelegten Massentest will Österreichs Regierung gegen die Corona-Pandemie vorgehen - allerdings läuft die Aktion recht schleppend an.
dpa
06.12.2020 | Stand: 09:28 Uhr

Das Interesse der Bürger an den Corona-Massentests in Österreich ist bislang geringer als erwartet. In den ersten beiden Tagen ließen sich in den Bundesländern Wien, Tirol und Vorarlberg nach einem ersten Überblick rund 300.000 Menschen auf das Virus untersuchen. Besonders die Teststationen in Wien waren nach Angaben der Stadt nicht ausgelastet. Am Samstag wurden 22.000 Tests gemacht, die Kapazität in der Hauptstadt liegt bei 150.000 täglich. Es wurden insgesamt nur wenige Infizierte gefunden. Von den knapp 160.000 in Tirol getesteten Menschen waren 417 positiv. Dies entspreche 0,27 Prozent, teilte das Land mit.

Österreich will mit Massentests symptomfreie Infizierte entdecken

Die Regierung hofft, dass sich zumindest mehrere Millionen Menschen testen lassen. In Wien ist das noch bis zum 13. Dezember möglich. Andere Bundesländer starten erst in den nächsten Tagen. Die Massentests sind wichtiger Teil der aktuellen Anti-Corona-Strategie, um vor allem die symptomfreien Infizierten zu entdecken.

Corona in Österreich: Inzidenz und Reproduktionszahl sinken

Kanzler Sebastian Kurz hat vor Ende des Lockdowns an die Bevölkerung appelliert, die weiter geltenden Maßnahmen einzuhalten. Nur so könne sich die positive Entwicklung fortsetzen, so Kurz. In den vergangenen Wochen hätten sich die durchschnittlichen täglichen Neuansteckungen halbiert. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz in Österreich sei von 522 auf 263 pro 100.000 Einwohner gesunken. Die Reproduktionszahl, die angibt wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt, sei von 1,13 auf 0,81 gesunken.

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In Österreich können am Montag wieder alle Geschäfte öffnen. Hotels und Gastronomie bleiben allerdings bis zum 6. Januar geschlossen. Außerdem gelten abends und nachts weiter Ausgangsbeschränkungen.

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