Skiort galt als Corona-Hotspot in Europa

Erster Ischgl-Prozess vor Gericht beginnt im April

Ischgl galt im März 2020 als Corona-Hotspot in Europa. Tausende Infektionen sollen auf den bekannten Tiroler Wintersportort zurückzuführen sein.

Ischgl galt im März 2020 als Corona-Hotspot in Europa. Tausende Infektionen sollen auf den bekannten Tiroler Wintersportort zurückzuführen sein.

Bild: Jakob Gruber, APA, dpa

Ischgl galt im März 2020 als Corona-Hotspot in Europa. Tausende Infektionen sollen auf den bekannten Tiroler Wintersportort zurückzuführen sein.

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Der Tiroler Skiort Ischgl galt im März als Corona-Hotspot in Europa. Für kommenden April ist nun die erste Gerichtsverhandlung angesetzt.
dpa
19.01.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Im Justizstreit um Corona-Ansteckungen im Tiroler Skiort Ischgl ist für April vor einem Wiener Gericht die erste mündliche Verhandlung angesetzt. Das teilte der Vorsitzende des Verbraucherschutzvereins (VSV) Peter Kolba am Montag mit. Bis dahin würden weitere 100 Amtshaftungsklagen gegen die Republik Österreich eingereicht, so Kolba: "Wir sind für jahrelange Verfahren gerüstet, ob die Marke Ischgl jahrelangen Streit aushält, muss Tirol beurteilen." Die Kläger wollen Schadenersatz. Bei der Verhandlung sollen auch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz sowie zwei Minister als Zeugen aussagen.

Tausende melden sich nach Ansteckung

Bei dem Verein haben sich nach eigenen Angaben Tausende Menschen gemeldet, viele davon aus Deutschland, die sich Anfang vergangenen Jahres bei Aufenthalten in Ischgl mit dem Coronavirus infiziert haben sollen. Bei der Verhandlung am 9. April vor dem Landgericht für Zivilrechtssachen in Wien geht es laut Kolba um den Fall eines in Ischgl infizierten und dann gestorbenen Österreichers. Der Verein plane zudem, im Frühjahr eine Sammelklage zu organisieren.

Corona-Hotspot in Europa

Ischgl galt im März 2020 als Corona-Hotspot in Europa. Tausende Infektionen sollen auf den bekannten Tiroler Wintersportort zurückzuführen sein. Eine unabhängige Experten-Kommission hatte zwischenzeitlich festgestellt, dass es im Krisenmanagement zu Fehlern und Fehleinschätzungen gekommen war. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ermittelt. Der Staat Österreich hatte in einer Klagebeantwortung jegliches schuldhafte Handeln der Behörden bestritten.

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