Coronakrise

Fälle der Südafrika-Mutation in Tirol - Infektionskette führt offenbar nach Süddeutschland

Nach der Infektion eines Tiroler mit einer Corona-Mutation führt die Spur Infektionskette auch nach Süddeutschland.

Nach der Infektion eines Tiroler mit einer Corona-Mutation führt die Spur Infektionskette auch nach Süddeutschland.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Nach der Infektion eines Tiroler mit einer Corona-Mutation führt die Spur Infektionskette auch nach Süddeutschland.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Wegen der Virus-Mutation wurde das Bundesland Tirol praktisch abgeriegelt. Jetzt führt die Spur der südafrikanischen Corona-Mutante sogar bis nach München.
13.02.2021 | Stand: 10:56 Uhr

Untersuchungen der Infektionskette in Tirol haben ergeben, dass die Virus-Mutation wohl aus Südafrika und über Süddeutschland in das österreichische Bundesland gekommen ist. Wie die Tiroler Tageszeitung am Samstag berichtete, habe sich dieser Verdacht nach der Kontaktverfolgung des ersten bekannten Mutationsfalls nun erhärtet.

Erste Erkenntnisse zur Infektionskette des ersten bekannten Mutations-Falls

Am 23. Dezember 2020 wurde bei einer nachträglichen Untersuchung einer positiven Corona-­Probe die Virus-Variante aus Südafrika festgestellte. Der Test stammte laut Tiroler Tageszeitung von einem Mann, der sich wegen einer Knieoperation im Bezirkskrankenhaus Schwaz befand. Die Kontaktverfolgung ergab, dass der Patient Kontakt zu einem Tiroler hatte, der sich bis zum 10. Dezember in Südafrika aufhielt.

Untersuchungen in Süddeutschland: Kam die Mutation über eine Geschäftsreise nach Tirol?

Der Mann aus Tirol war dort geschäftlich unterwegs und kam am 10. Dezember mit einem Kollegen aus Süddeutschland zurück. Die beiden landeten in München, wo der Kollege bei der Einreise einen positiven Corona-Test erhielt. Der Mann aus Tirol wurde zunächst negativ getestet. Doch schon wenige Tage später entwickelte er so schwere Corona-Symptome, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste.

Die Corona-Proben des Tirolers stehen mittlerweile nicht mehr zur Untersuchung zur Verfügung. Stattdessen soll bei den Proben des deutschen Arbeitskollegen eine Sequenzierung auf die südafrikanische Mutation unternommen werden. Laut der Bezirkshauptmannschaft Schwaz gehe es vor allem darum, die Infektionskette nachzuvollziehen. Die deutschen Behörden wurden laut Tiroler Tageszeitung bereits über das europaweite Online-Tracingsystem informiert.

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