Wollte Züge zum Entgleisen bringen

ICE-Anschläge: Lebenslange Haft für verurteilten Iraker rechtskräftig

Ein ICE der Deutschen Bahn fährt über eine ICE-Trasse. 2018 soll ein Mann bei Allersberg versucht haben, einen ICE entgleisen zu lassen.

Ein ICE der Deutschen Bahn fährt über eine ICE-Trasse. 2018 soll ein Mann bei Allersberg versucht haben, einen ICE entgleisen zu lassen.

Bild: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolbild)

Ein ICE der Deutschen Bahn fährt über eine ICE-Trasse. 2018 soll ein Mann bei Allersberg versucht haben, einen ICE entgleisen zu lassen.

Bild: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolbild)

Das Oberlandesgericht Wien hat die Berufung eines Irakers abgewiesen: Er war wegen Anschlägen auf Bahnstrecken zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
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dpa
12.08.2021 | Stand: 12:46 Uhr

Die Verurteilung eines IS-Anhängers wegen einer Anschlagsserie auf eine ICE-Bahnstrecke in Bayern und eine S-Bahn-Trasse in Berlin zu lebenslanger Haft ist rechtskräftig. Die Berufung des Irakers gegen das Urteil blieb auch vor dem Oberlandesgericht Wien als letzter Instanz erfolglos, wie ein Sprecher des Gerichts am Donnerstag bestätigte.

Dem Mann war vorgeworfen worden, dass er 2018 mittels Stahlseil und Holzkeilen einen ICE bei Allersberg entgleisen lassen wollte. Bei den Ermittlungen wurden noch weitere ähnliche Versuche aufgespürt. Verletzt wurde bei den Anschlägen niemand. Der Mann wurde wegen versuchten Mordes, schwerer Sachbeschädigung und der Beteiligung an einer terroristischen und kriminellen Organisation verurteilt. Seine mitangeklagte Frau wurde freigesprochen.

International gemeinsame Terrorismus-Bekämpfung

Der Münchner Generalstaatsanwalt Reinhard Röttle betonte aus diesem Anlass, das Urteil beweise, dass eine wirksame Bekämpfung des Terrorismus nur gemeinsam und international funktioniere. "Bayern, Berlin und Österreich haben einen gefährlichen Terroristen erfolgreich überführt." Eine besondere Herausforderung der Ermittlungen habe die Abwehr von weiteren Gefahren für Bahnreisende und gleichzeitige effektive Strafverfolgung dargestellt, sagte der Präsident des Bayerischen Landeskriminalamts Harald Pickert.