Politik in Österreich

Künftiger FPÖ-Chef Kickl: Inhaltliche Überschneidung mit Identitären

Der FPÖ-Fraktionsvorsitzende Herbert Kickl ist designierter Partei-Chef. Sein Vorgänger Norbert Hofer ist nach Auseinandersetzungen mit Kickl zurückgetreten.

Der FPÖ-Fraktionsvorsitzende Herbert Kickl ist designierter Partei-Chef. Sein Vorgänger Norbert Hofer ist nach Auseinandersetzungen mit Kickl zurückgetreten.

Bild: Georg Hochmuth, APA, dpa

Der FPÖ-Fraktionsvorsitzende Herbert Kickl ist designierter Partei-Chef. Sein Vorgänger Norbert Hofer ist nach Auseinandersetzungen mit Kickl zurückgetreten.

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Schon vor der Amtsübernahme gibt es den ersten Aufreger: ÖVP-Ministerin Karoline Edtstadler ist entsetzt über eine Aussage von Herbert Kickl.
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dpa
10.06.2021 | Stand: 12:14 Uhr

Die rechtsextreme Identitäre Bewegung hat nach Ansicht des designierten Chefs der österreichischen FPÖ unterstützenswerte politische Ansätze. Die Gruppierung sei so etwas wie eine rechte Nichtregierungsorganisation, sagte Herbert Kickl Mittwochabend dem Sender Puls 24. "Und zwar eine echte NGO, die diesen Namen verdient, weil sie nämlich kein Geld vom Staat bekommt."

Die Kampagne der Identitären gegen den 2018 beschlossenen UN-Migrationspakt bezeichnete Kickl als "Beispiel für ein interessantes und unterstützenswertes politisches Projekt". "Da gibt es ja eine inhaltliche Überschneidung - ja, bitte, warum denn nicht?" sagte der 52-jährige FPÖ-Fraktionschef.

Herbert Kickl soll auf Norbert Hofer als Chef der FPÖ folgen

Kickl wurde am Montag vom Parteipräsidium einstimmig als Nachfolger des bisherigen FPÖ-Chefs Norbert Hofer nominiert. Die Entscheidung soll am 19. Juni von einem Bundesparteitag am abgesegnet werden.

EU- und Verfassungsministerin Karoline Edtstadler von der konservativen ÖVP zeigte sich entsetzt. "Der Kurs der FPÖ unter Herbert Kickl wird radikaler", sagte sie der Nachrichtenagentur APA.

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