Lockdown in Österreich

Kanzler Kurz: So soll das "Freitesten" in Österreich ablaufen

Wer sich auf Corona testen lässt, darf den Lockdown in Österreich früher verlassen. Kanzler Kurz hat jetzt erklärt, wie er sich das "Freitesten" vorstellt.

Wer sich auf Corona testen lässt, darf den Lockdown in Österreich früher verlassen. Kanzler Kurz hat jetzt erklärt, wie er sich das "Freitesten" vorstellt.

Bild: Roland Schlager, dpa

Wer sich auf Corona testen lässt, darf den Lockdown in Österreich früher verlassen. Kanzler Kurz hat jetzt erklärt, wie er sich das "Freitesten" vorstellt.

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Wer sich auf Corona testen lässt, darf den Lockdown in Österreich früher verlassen. Kanzler Kurz hat jetzt erklärt, wie er sich das "Freitesten" vorstellt.
Von Allgäuer Zeitung
31.12.2020 | Stand: 13:24 Uhr

Österreich ist ähnlich wie Deutschland seit Wochen im sogenannten Lockdown. Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen gelten, viele Geschäfte haben geschlossen. Die massiven Einschränkungen gelten zunächst bis 17. Januar. Dann sollen Geschäfte und Lokale wieder öffnen und auch Veranstaltungen wieder stattfinden können.

Allerdings gibt es dabei eine Hürde zu nehmen. Nur wer sich auf Corona testen lässt, darf die Lokale, Geschäfte und Veranstaltungen auch besuchen. Alle anderen müssen sich noch bis zum 24. Januar an die strengen Lockdown-Regeln halten.

Wie dieses „Freitesten“ kontrolliert werden soll, hat in Österreich für heftige Debatten gesorgt. Bundeskanzler Sebastian Kurz hat jetzt im ORF erste Details genannt. Demnach sollen Kultur- und Sportveranstalter von Besuchern gemeinsam mit den Tickets oder dem Meldezettel den negativen Test verlangen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. „Dafür ist der Betreiber verantwortlich“, sagte Kurz dem Sender.

In der Gastronomie sei die Überwachung der Testergebnisse schwieriger, so der österreichische Bundeskanzler: „Hier werden Gesundheitsbehörden Stichproben durchführen, und sie können auf die Hilfe anderer Behörden wie zum Beispiel von der Polizei zurückgreifen.“

Wieder Corona-Massentests in Österreich geplant

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hatte für kommende Woche eine Verordnung mit der Regelung zum „Freitesten“ angekündigt.

Scharfe Kritik am geplanten "Freitesten" kommt von der österreichischen Opposition. Auch Verfassungsrechtler haben bereits Bedenken angemeldet. Es sei „keine Überraschung“, dass einige Verfassungsexperten das Vorhaben skeptisch sehen, räumte Kurz ein. Es sei auch nie vorhersehbar, wie der Verfassungsgerichtshof entscheide. "Wenn wir nicht die nächsten Monate im Lockdown verbringen wollen, müssen wir auf Tests setzen“, betonte Kurz jedoch.

Von 15. bis 17. Januar sollen in Österreich wieder Massentests angeboten werden.