Erneuter Lawinenabgang in Tirol

Lawine verschüttet Landesstraße im Pitztal

Eine Lawine ist am Mittwochnachmittag im Pitztal abgegangen und hat eine Landstraße verschüttet. Unser Symbolbild zeigt einen Rettungseinsatz nach einem Lawinenabgang am Staufenkar im Berchtesgadener Land.

Eine Lawine ist am Mittwochnachmittag im Pitztal abgegangen und hat eine Landstraße verschüttet. Unser Symbolbild zeigt einen Rettungseinsatz nach einem Lawinenabgang am Staufenkar im Berchtesgadener Land.

Bild: Markus Leitner, dpa (Symbolbild)

Eine Lawine ist am Mittwochnachmittag im Pitztal abgegangen und hat eine Landstraße verschüttet. Unser Symbolbild zeigt einen Rettungseinsatz nach einem Lawinenabgang am Staufenkar im Berchtesgadener Land.

Bild: Markus Leitner, dpa (Symbolbild)

Eine Lawine ist am Mittwochnachmittag in Tirol abgegangen und hat die Pitztaler Landesstraße auf einer Länge von etwa 50 Meter verschüttet.
03.02.2021 | Stand: 21:36 Uhr

Im Bereich des sogenannten Schitzkares in St. Leonhard (Bezirk Imst in Tirol) oberhalb des Ortsteiles Neurur ist am Mittwochnachmittag eine Lawine abgegangen. Das Schneebrett löste sich laut Polizei auf einem Berg auf etwa 2600 Höhenmetern. Die Nasslawine ging im unteren Teil als Nassschneelawine auf die Pitztaler Landesstraße (L16) ab. Und zwar mit einer Anrissbreite von knapp 200 Metern und einer Höhe von etwa zwei Metern.

50 Meter Straße komplett unter dem Schnee

Die Lawine verschüttete die Landesstraße vollständig auf einer Länge von etwa 50 Metern. Ihr Kegel wies im Bereich der Landesstraße eine Höhe von etwa fünf Meter auf.

Bergrettung sucht nach Verschütteten

Die Einsatzkräfte konnten nicht ausschließen, dass Menschen oder Autos unter der Lawine verschüttet worden waren. Und so suchte die Bergrettung Innerpitztal mit zehn Einsatzkräften und einem Lawinenhund den Lawinenkegel ab.

Polizeihubschrauber sucht Gebiet ab

Nach etwa 30 Minuten beendeten die Einsatzkräfte die Suche. Es wurden weder Menschen noch Fahrzeuge verschüttet. Im Einsatz war auch ein Polizeihubschrauber. Mit dem Piloten erkundete ein Mitglied der Lawinenkommission den Weg, den die Lawine zurückgelegt hatte.

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Erst am Montag war ein 68-Jähriger in Schwaz in der Nähe von Innsbruck bei einem Lawinenabgang ums Leben gekommen. Der Mann hatte mit seiner 26-jährigen Bekannten eine Skitour vom Skigebiet Kellerjoch zum Arbeserkogel unternommen. Am Sonntag hatten Einsatzkräfte der Bergrettung nur noch die Leichen zweier Tourengeher in einem Lawinenkegel in Sellrain in Österreich finden können. Der 37-jährige Mann und die 38-jährige Frau waren laut Polizei wohl bereits am Samstag gestorben.

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