Wegen Anschlagsplänen vor Gericht

Wollte ein 22-Jähriger auf Diskotheken-Besucher in Dornbirn schießen?

Ein 22-Jähriger steht in Feldkirch wegen Anschlagsplänen vor Gericht. Er wollte laut Anklage auf Menschen in einer Diskothek in Dornbirn schießen.

Ein 22-Jähriger steht in Feldkirch wegen Anschlagsplänen vor Gericht. Er wollte laut Anklage auf Menschen in einer Diskothek in Dornbirn schießen.

Bild: Bastian Hörmann (Symbolbild)

Ein 22-Jähriger steht in Feldkirch wegen Anschlagsplänen vor Gericht. Er wollte laut Anklage auf Menschen in einer Diskothek in Dornbirn schießen.

Bild: Bastian Hörmann (Symbolbild)

Er wollte angeblich so lange auf Disko-Besucher in Dornbirn schießen, bis er selbst erschossen wird: Ein 22-Jähriger steht deswegen in Feldkirch vor Gericht.
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Von Redaktion Der Westallgäuer
13.01.2022 | Stand: 16:26 Uhr

Ein 22-Jähriger steht seit Donnerstagfrüh vor dem Landgericht Feldkirch. Der Tschetschene soll einen islamistisch motivierten Terroranschlag in Dornbirn (Vorarlberg) geplant haben. Laut Anklage wollte der Mann angeblich in einer Diskothek in Dornbild so lange auf Besucher schießen, bis er selbst erschossen wird. Er wollte offenbar dem Attentäter von Wien nacheifern.

Angeklagter bekennt sich für nicht schuldig

Der Schöffenprozess am Landgericht Feldkirch findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Der Angeklagte bekannte sich zu Beginn des Prozesses für nicht schuldig.

Der 22-Jährige war in der Justizanstalt Feldkirch eingesessen und hatte behauptet, den Attentäter von Wie zu kennen. Er habe mit ihm "aus einem Teller gegessen", hieß es. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war auf dem Handy des Wien-Attentäters ein Foto von dem 22-Jährigen gefunden worden. Es soll ihn im Gefängnis in Feldkirch zeigen.

22-Jähriger wollte offenbar Disko-Besucher erschießen

Der Angeklagte soll angeblich gesagt haben, er werde nach seiner Abschiebung nach Österreich zurückkehren und in einer Diskothek in Dornbirn möglichst viele Besucher töten. Der junge Mann plane ein Attentat, dass das in Wien "in den Schatten stellt".

Der 22-Jährige soll offenbar versucht haben, zwei Mithäftlinge für seine Attentats-Pläne anzuwerben. Wie der ORF berichtete, soll einer der beiden vor Gericht ausgesagt haben, dass der Angeklagte den Islamischen Staat noch gepriesen habe. Später habe sich dies allerdings geändert. Das ganze habe er aber für einen Scherz gehalten.

Verteidigung: Mann wollte mit Plänen nur angeben

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Nach Angaben der Verteidigung wollte der Mann mit seinen Anschlagsplänen nur protzen. Ihr Mandant sei zwar mehrmals vor Gericht gestanden, aber nie wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung. Um im Mittelpunkt zu stehen, habe er falsche Sachen behauptet.

Neben versuchter Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung muss sich der 22-Jährige wegen versuchter Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation und wegen schwerer Sachbeschädigung verantworten. In seine Gefängniszelle soll er übrigens ein 90 Zentimeter großes Loch geschlagen haben.

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