Vielfalt in der Bevölkerung sichtbar machen

Mit Partnern aus Österreich und Schweiz: Mehr Diversität in Wettersendungen schaffen

Ferda Ataman (Mitte) ist Vorsitzende des Netzwerks "Neue deutsche Medienmacher*innen" (NdM). Gemeinsam mit Partnern aus Österreich und Schweiz setzt sich dieses für mehr Vielfalt im Medienbereich ein.

Ferda Ataman (Mitte) ist Vorsitzende des Netzwerks "Neue deutsche Medienmacher*innen" (NdM). Gemeinsam mit Partnern aus Österreich und Schweiz setzt sich dieses für mehr Vielfalt im Medienbereich ein.

Bild: Jens Büttner, dpa (Archivbild)

Ferda Ataman (Mitte) ist Vorsitzende des Netzwerks "Neue deutsche Medienmacher*innen" (NdM). Gemeinsam mit Partnern aus Österreich und Schweiz setzt sich dieses für mehr Vielfalt im Medienbereich ein.

Bild: Jens Büttner, dpa (Archivbild)

Das Netzwerk "Neue deutsche Medienmacher*innen" möchte mehr Diversität in Wettersendungen. Auch mit Partnern aus Österreich soll dieses Ziel erreicht werden.
Ferda Ataman (Mitte) ist Vorsitzende des Netzwerks "Neue deutsche Medienmacher*innen" (NdM). Gemeinsam mit Partnern aus Österreich und Schweiz setzt sich dieses für mehr Vielfalt im Medienbereich ein.
dpa
05.01.2021 | Stand: 13:33 Uhr

"Ahmet", "Goran" oder "Chana": In den ersten Wochen des Jahres 2021 werden häufig Namen mit Migrationshintergrund auf der Wetterkarte stehen. Mit der Kampagne "Wetterberichtigung" will das Netzwerk "Neue deutsche Medienmacher*innen" (NdM) Vielfalt in der Bevölkerung sichtbar machen. Dazu hat der Zusammenschluss 14 Patenschaften für Hoch- und Tiefdruckgebiete gekauft - was zur Vergabe des Namens berechtigt.

"Das Wetter diverser zu machen, ist nur ein symbolischer Schritt"

"Das Wetter diverser zu machen, ist nur ein symbolischer Schritt", erklärte NdM-Vorsitzende Ferda Ataman. "Wichtig ist, dass gesellschaftliche Vielfalt endlich Normalität wird, überall." Die Organisation setzt sich für Vielfalt im Medienbereich ein und fordert gemeinsam mit Partnern aus der Schweiz und Österreich, dass bei jedem Thema und jeder Sendung auch nicht-weiße Menschen gezeigt werden.

Quote für Journalisten aus Einwandererfamilien

Die Organisationen schlagen auch eine Quote für Journalisten und Journalistinnen aus Einwandererfamilien von 30 Prozent bis 2030 vor. Den Angaben zufolge liegt der Anteil von Medienschaffenden mit Migrationshintergrund in Deutschland schätzungsweise bei 5 bis 10 Prozent. In der Bevölkerung insgesamt hat hingegen jeder Vierte einen Migrationshintergrund, wurde also entweder selbst nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren oder hat mindestens ein Elternteil, bei dem das der Fall ist.

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