Auswirkungen des Schneechaos

Öl-Pipeline nach Süddeutschland unterbrochen

Die starken Schneefälle in Tirol zeigen ihre Auswirkungen: Die Transalpine Ölleitung (TAL) vom italienischen Mittelmeerhafen Triest nach Karlsruhe ist derzeit außer Betrieb.

Die starken Schneefälle in Tirol zeigen ihre Auswirkungen: Die Transalpine Ölleitung (TAL) vom italienischen Mittelmeerhafen Triest nach Karlsruhe ist derzeit außer Betrieb.

Bild: Laurent Gillieron, dpa (Symbolbild)

Die starken Schneefälle in Tirol zeigen ihre Auswirkungen: Die Transalpine Ölleitung (TAL) vom italienischen Mittelmeerhafen Triest nach Karlsruhe ist derzeit außer Betrieb.

Bild: Laurent Gillieron, dpa (Symbolbild)

Das Schneechaos in Tirol in Österreich hat auch Auswirkungen auf Süddeutschland: Die Ölversorgung ist beeinträchtigt. Wie der aktuelle Stand ist.
Die starken Schneefälle in Tirol zeigen ihre Auswirkungen: Die Transalpine Ölleitung (TAL) vom italienischen Mittelmeerhafen Triest nach Karlsruhe ist derzeit außer Betrieb.
dpa
10.12.2020 | Stand: 17:02 Uhr

Das Schneechaos im österreichischen Osttirol zieht die süddeutsche Ölversorgung in Mitleidenschaft. Die Transalpine Ölleitung (TAL) vom italienischen Mittelmeerhafen Triest nach Karlsruhe ist derzeit außer Betrieb. Darüber berichtete die "Bild"-Zeitung (Donnerstag) unter Berufung auf das bayerische Wirtschaftsministerium, welches die Meldung bestätigte. "Infolge der heftigen Schnellfälle ist die Stromversorgung der TAL-Pumpstation in Gruben vor dem Felbertauern-Tunnel unterbrochen", hieß es beim Ministerium.

Starke Schneefälle südlich des Alpenhauptkamms in Österreich

Auf der Südseite des Alpenhauptkamms hatte es am vergangenen Wochenende sehr stark geschneit, laut österreichischer Unwetterzentrale fiel in manchen Regionen innerhalb einer Woche mehr Schnee als üblicherweise im ganzen Winter. Die Schneemassen haben viele Stromleitungen beschädigt, zeitweise waren tausende Haushalte von der Versorgung abgeschnitten. Die Schäden sind bislang noch nicht endgültig behoben.

Bayerns Ölversorgung wohl nicht gefährdet

"Nach dem derzeitigen Informationsstand ist die Ölversorgung Bayerns nicht gefährdet", hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. "Die Raffinerien mussten bisher die Rohölverarbeitung noch nicht einstellen." Die Pipeline ist insgesamt 753 Kilometer lang und verläuft von ihrem Ausgangspunkt in Triest zunächst in Richtung Norden über Lienz in Osttirol und Kitzbühel Richtung Ingolstadt, wo sich die Leitung in einen kurzen östlichen und einen längeren westlichen Zweig teilt, der in Karlsruhe endet.