Neues Mitglied im Nationalrat

Raus aus dem Kanzleramt, rein ins Parlament: Kunz als Abgeordneter vereidigt

Sebastian Kurz (M.), Parteivorsitzender der ÖVP, trifft zu einer Debatte im Nationalrat über den Budgetentwurf 2022 ein. Er wurde am Donnerstag als Abgeordneter offiziell vereidigt.

Sebastian Kurz (M.), Parteivorsitzender der ÖVP, trifft zu einer Debatte im Nationalrat über den Budgetentwurf 2022 ein. Er wurde am Donnerstag als Abgeordneter offiziell vereidigt.

Bild: Hans Punz, dpa

Sebastian Kurz (M.), Parteivorsitzender der ÖVP, trifft zu einer Debatte im Nationalrat über den Budgetentwurf 2022 ein. Er wurde am Donnerstag als Abgeordneter offiziell vereidigt.

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Am Donnerstag ist Sebastian Kurz als Abgeordneter im Parlament von Österreich eingesetzt worden. Der umstrittene Ex-Kanzler genießt damit Immunität - vorerst.
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dpa
14.10.2021 | Stand: 10:07 Uhr

Nach seinem Rücktritt als Kanzler Österreichs ist Sebastian Kurz am Donnerstag als Abgeordneter im Parlament vereidigt worden. Trotz der Korruptionsermittlungen gegen Kurz bleibt der 35-Jährige Parteichef der konservativen ÖVP und wird künftig die Fraktion im Nationalrat anführen.

Mit dem Wechsel ins Parlament genießt Kurz zunächst Immunität. Das Parlament kann aber auf Antrag der Staatsanwaltschaft entscheiden, ob ein Parlamentarier der Justiz ausgeliefert wird. Kurz hat aber ohnehin angekündigt, auf die Immunität verzichten zu wollen. (Lesen Sie auch:

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Gegen den ehemaligen Regierungschef laufen zwei Ermittlungsverfahren. Zum einen untersucht die Staatsanwaltschaft den Verdacht einer Falschaussage im Ibiza-Untersuchungsausschuss, der Korruption im öffentlichen Sektor untersuchte. Zum anderen gehen die Fahnder dem Verdacht nach, dass Kurz und sein Führungszirkel positive Medienberichte und geschönte Umfragen mit Steuergeld erkauft haben. Gegen insgesamt zehn Personen wird wegen des Verdachts der Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit ermittelt. Kurz bestreitet die Vorwürfe.

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Wegen der Korruptionsaffäre hatten die mitregierenden Grünen ultimativ die Ablöse von Kurz gefordert. Am Montag wurde der bisherige Außenministers Alexander Schallenberg als sein Nachfolger im Kanzleramt vereidigt. (Lesen Sie auch: Brand in Hohenems in Vorarlberg: Sechsjähriges Mädchen und Mutter in Sicherheit)