Hass und Hetze im Internet

Österreichs Behörden ermitteln wieder zum Tod von Ärztin Lisa-Maria Kellermayr

Gedenken nach Suizid von Ärztin in Österreich

Wegen ihres Engagements gegen die Corona-Pandemie war die Ärztin Lisa-Maria Kellermayr immer wieder heftigen Anfeindungen ausgesetzt.

Bild: Fotokerschi.At, dpa

Wegen ihres Engagements gegen die Corona-Pandemie war die Ärztin Lisa-Maria Kellermayr immer wieder heftigen Anfeindungen ausgesetzt.

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Da die "inländische Gerichtsbarkeit" wieder gegeben sei, haben die österreichischen Behörden die Ermittlungen zum Suizid der Impfärztin wieder aufgenommen.
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dpa
05.08.2022 | Stand: 11:28 Uhr

Nach dem Tod der von Corona-Impfgegnern bedrohten Ärztin Lisa-Maria Kellermayr haben auch die österreichischen Behörden die Ermittlungen wieder aufgenommen.

Die "inländische Gerichtsbarkeit" sei nach dem Suizid der 36-jährigen Hausärztin wieder gegeben, sagte der leitende Staatsanwalt Christian Hubmer am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten".

Suizid von Ärztin Kellermayr - österreichische Behörden ermitteln weiter

Man arbeite auf der Suche nach Verfassern von Morddrohungen in sozialen Medien nun mit den deutschen Anklagebehörden zusammen. Die Generalstaatsanwaltschaft München und die Staatsanwaltschaft Berlin ermitteln auch in dem Fall.

Die im Kampf gegen die Corona-Pandemie engagierte Ärztin war massivsten Morddrohungen aus der Szene der Maßnahmengegner ausgesetzt. Sie wurde am vergangenen Freitag tot in ihrer Praxis gefunden. Das vorläufige Obduktionsergebnis bestätigte einen Suizid.

Innenminister Gerhard Karner: "Ein Schlechtreden der Polizisten ist völlig unangebracht"

Unterdessen hat sich Österreichs Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) in einem Schreiben an die Polizisten des Landes gegen den Eindruck gewandt, die Polizei habe zu wenig zum Schutz der Ärztin getan. Im Gegenteil sei behördlicherseits sehr viel unternommen worden, heißt es in dem Brief, aus dem die österreichische Nachrichtenagentur APA zitiert. "Ein reflexartiges und generelles Schlechtreden der Polizistinnen und Polizisten und der Polizeiarbeit in unserem Land ist (...) völlig unangebracht und unzulässig."

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