Sarotla-Hütte in Vorarlberg

Toter in Berghütte gefunden: 36-jähriger Skilehrer sucht Unterschlupf und stirbt

Eine Hütte in Bürs war bereits winterfest gemacht worden. Ein Mann suchte darin Unterschlupf und wird dort Wochen später tot gefunden.

Eine Hütte in Bürs war bereits winterfest gemacht worden. Ein Mann suchte darin Unterschlupf und wird dort Wochen später tot gefunden.

Bild: David Ebener (Symbolbild)

Eine Hütte in Bürs war bereits winterfest gemacht worden. Ein Mann suchte darin Unterschlupf und wird dort Wochen später tot gefunden.

Bild: David Ebener (Symbolbild)

Zwei Arbeiter waren für Reparaturarbeiten auf der Sarotla-Hütte in Bürs. Dort fanden sie die Leiche eines 36-jährigen Skilehrers aus Brand.
Eine Hütte in Bürs war bereits winterfest gemacht worden. Ein Mann suchte darin Unterschlupf und wird dort Wochen später tot gefunden.
Von Allgäuer Zeitung
19.01.2021 | Stand: 13:53 Uhr

Zwei ehrenamtliche Mitglieder des Alpenvereins haben am Samstag, 12. Januar, eine gefrorene männliche Leiche in einer Hütte in Österreich gefunden. Es handelte sich dabei um die Sarotla-Hütte in Bürs in Vorarlberg. Die beiden Alpenvereinsmitglieder waren in der Hütte, um dort Reparaturarbeiten durchzuführen.

Wie der Geschäftsführer des Vorarlberger Alpenvereins, Rainer Schlattinger, dem ORF berichtet, war Tourengehern bereits am 9. Januar aufgefallen, dass jemand in ein Nebengebäude der Sarotla-Hütte eingebrochen ist. Die Polizei hätte daraufhin die Schäden an der Hütte augfenommen. Wenig später hätten Jäger Einbruchswerkzeug am Nebengebäude entdeckt, das aus der Werkstatt des Hauptegbäudes der Hütte stammen könnte. Als Schlattinger davon erfuhr, schickte er die beiden Ehrenamtlichen zur Hütte, die die Leiche dann entdeckten.

Hütte und Ofen waren bereits winterfest gemacht - der Mann hat die Hütte aufgebrochen

Die Hütte war bereits am 15. November 2020 winterfest gemacht worden und wurde seitdem nicht mehr besucht. Die Alpernvereinsmitglieder verständigten die Polizei. Die Ermittlungen der Beamten ergaben, dass der Mann nach dem Schluss der Hütte die Tür aufgebrochen hatte, um sich zu verpflegen und zu übernachten. Offenbar dürfte er bereits einige Zeit dort gewohnt haben.

Todesursache war eine Kohlenmonoxid-Vergiftung

Der Ofen in der Hütte war bereits mit einer Platte verschlossen und das Ofenrohr abmontiert worden. Der Mann, der das nicht wusste, versuchte wohl den Ofen anzuzünden. Die Obduktion ergab, dass er an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung starb. Ein Hinweis auf Fremdverschulden liegt laut Polizei nicht vor. Den genauen Todeszeitpunkt können die Beamten nicht bestimmen.

Beim Toten handelt es sich um einen 36-jährigen Briten mit Wohnsitz in Brand. Im Winter war der Brite als Skilehrer, im Sommer als Mitarbeiter einer Freizeiteinrichtung tätig.

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