Corona-Lage spitzt sich weiter zu

Dramatische Lage in Salzburg: Krankenhäuser bereiten Triage vor

Die Salzburger Landeskliniken wollen ein Triage-Team zusammenstellen - im Bild: Der Eingang des Salzburger Uniklinikums.

Die Salzburger Landeskliniken wollen ein Triage-Team zusammenstellen - im Bild: Der Eingang des Salzburger Uniklinikums.

Bild: Barbara Gindl, APA, dpa

Die Salzburger Landeskliniken wollen ein Triage-Team zusammenstellen - im Bild: Der Eingang des Salzburger Uniklinikums.

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Wer wird weiter auf den Intensivstationen behandelt und wer nicht? Mit der Frage muss sich nun ein Triage-Team im Bundesland Salzburg in Österreich befassen.
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dpa
16.11.2021 | Stand: 14:25 Uhr

Die Krankenhaus-Versorgung im österreichischen Bundesland Salzburg steht wegen angespannten Corona-Lage auf der Kippe. Die Salzburger Landeskliniken gaben am Dienstag bekannt, dass ein Triage-Team zusammengestellt werde, weil die Behandlung aller Patienten nach geltenden Standards schon bald nicht mehr garantiert werden könne. Laut dem Sprecher der Kliniken soll das Team künftig darüber beraten, wer noch intensivmedizinisch behandelt werden kann und wer nicht.

Salzburg hat höchste Sieben-Tages-Inzidenz in Österreich

Salzburg verzeichnet derzeit mit mehr als 1500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern die höchste Sieben-Tage-Inzidenz unter den österreichischen Bundesländern. Knapp dahinter folgt Oberösterreich mit einem Wert von mehr als 1400. Österreichs Intensivmediziner forderten deshalb am Dienstag einen kurzen Lockdown für die Gesamtbevölkerung in diesen zwei Regionen. Die Situation sei "sehr, sehr angespannt", sagte Walter Hasibeder, der Präsident des Berufsverbandes ÖGARI.

ÖVP setzt auf Lockdown für Ungeimpfte

Die konservative ÖVP von Bundeskanzler Alexander Schallenberg hat sich in den vergangenen Tagen vehement gegen Vorstoß von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) gestellt, bundesweit nächtliche Ausgangsbeschränkungen einzuführen. Stattdessen setzt die konservative Kanzlerpartei auf den Lockdown für Ungeimpfte, der seit Montag in Österreich in Kraft ist. Mückstein will am Mittwoch die Lage neu bewerten.

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In Reaktion auf den Hilferuf des Klinikbetreibers mit seinen vier Krankenhäusern kündigte Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer (ÖVP) Entlastungsmaßnahmen an. Unter anderem sollen manche Corona-Patienten in Zentren für medizinische Rehabilitation untergebracht werden.

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