Gerichtsprozess

Trotz Corona raus gegangen: Tirolerin zu hoher Geldstrafe verurteilt

Obwohl sie positiv auf das Corona-Virus getestet wurde und ansteckend war, hat eine Tirolerin im April 2020 mehrmals ihre Wohnung verlassen. Sie war unter anderem im Supermarkt einkaufen.

Obwohl sie positiv auf das Corona-Virus getestet wurde und ansteckend war, hat eine Tirolerin im April 2020 mehrmals ihre Wohnung verlassen. Sie war unter anderem im Supermarkt einkaufen.

Bild: Tobias Hase, dpa (Symbolbild)

Obwohl sie positiv auf das Corona-Virus getestet wurde und ansteckend war, hat eine Tirolerin im April 2020 mehrmals ihre Wohnung verlassen. Sie war unter anderem im Supermarkt einkaufen.

Bild: Tobias Hase, dpa (Symbolbild)

Ein Vorfall aus dem April 2020 beschäftigt die Justiz. Obwohl sie positiv auf Corona getestet wurde, ist eine Tirolerin mehrmals nach draußen gegangen.
27.01.2021 | Stand: 15:24 Uhr

Eine 54-jährige Tiroler hatte sich am Dienstag vor dem Oberlandesgericht verantworten müssen. Wie die Tiroler Tageszeitung berichtet, wurde sie im April 2020 positiv auf das Corona-Virus getestet und hatte von der Bezirkshauptmannschaft einen Absonderungsbescheid erhalten. Das bedeutet, dass sie sich in Quarantäne hätte begeben müssen.

Trotz Corona-Infektion die Wohnung verlassen

Trotzdem hatte sie mehrfach ihre Wohnung verlassen. Sie sei in den Supermarkt gegangen, Taxi gefahren und hatte den Aufzug in ihrem Mehrparteienhaus benutzt, um den Müll runterzubringen. Anschließend sonnte sie sich im Hof auf einer Bank. Und das, obwohl man sie am Vormittag bereits verwarnt hatte. Schließlich musste man sie verhaften, damit sie nicht noch mehr Menschen anstecken konnte, wie der Staatsanwalt sagte.

Hohe Geldstrafe

Für ihr rücksichtsloses Verhalten muss sie nun teuer bezahlen: Das Oberlandesgericht verurteilte die uneinsichtige Tirolerin zu einer Geldstrafe von 10 800 Euro. Die Angeklagte hat per Mail Berufung eingelegt. Das ist jedoch rechtswidrig und wurde wegen Formmangels zurückgewiesen.

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