Nach Regierungskrise

Umfrage: Österreicher verlieren viel Vertrauen in ÖVP - Impfkritische Partei bei 7 Prozent

Die durch Korruptionsvorwürfe gegen den nunmehrigen Ex-Kanzler Sebastian Kurz ausgelöste Regierungskrise hat der ÖVP laut einer Umfrage massiv geschadet.

Die durch Korruptionsvorwürfe gegen den nunmehrigen Ex-Kanzler Sebastian Kurz ausgelöste Regierungskrise hat der ÖVP laut einer Umfrage massiv geschadet.

Bild: Hans Punz, APA, dpa (Symbolbild)

Die durch Korruptionsvorwürfe gegen den nunmehrigen Ex-Kanzler Sebastian Kurz ausgelöste Regierungskrise hat der ÖVP laut einer Umfrage massiv geschadet.

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Nach der Regierungskrise haben die Österreicher laut einer Umfrage deutlich an Vertrauen in die ÖVP verloren. Die neue impfkritische Partei käme ins Parlament.
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dpa
12.10.2021 | Stand: 13:03 Uhr

Die durch Korruptionsvorwürfe gegen den nunmehrigen Ex-Kanzler Sebastian Kurz ausgelöste Regierungskrise hat der ÖVP laut einer Umfrage massiv geschadet. In der Sonntagsfrage ("Angenommen am kommenden Sonntag wären Nationalratswahlen in Österreich. Welcher Partei würden Sie Ihre Stimme geben?") käme die ÖVP unter einem Spitzenkandidaten Kurz nur noch auf 26 Prozent, geht aus der Umfrage im Auftrag der "Kronen Zeitung" hervor. Zuletzt wurde die ÖVP mit deutlich über 30 Prozent gehandelt. Damit liegen ÖVP und sozialdemokratische SPÖ, die leicht zulegen würde, seit Jahren erstmals wieder auf einem ähnlichen Niveau.

Rechte FPÖ profitiert von Krise

Die rechte FPÖ profitiert den Angaben zufolge von den Entwicklungen und kommt auf bis zu 21 Prozent. Weitgehend unverändert rangieren laut Umfrage Grüne und liberale Neos bei etwa elf Prozent. Die in der Corona-Krise impfkritische neue Partei MFG käme mit sieben Prozent ins Parlament. Vorgezogene Wahlen lehnen 48 Prozent der Österreicher ab, 42 Prozent wären dafür, so die Umfrage weiter.

Für die Umfrage führte das Institut IFDD 1526 Online-Interviews im Zeitraum von 7. Oktober bis 11. Oktober. Das Ergebnis sei repräsentativ für die wahlberechtigte österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren. Die maximale Schwankungsbreite betrage 2,5 Prozentpunkte.

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