Tragisches Unglück in Tirol

Auto bleibt auf Gleis stehen: Nach Bub (4) auch Familienvater gestorben

Karfreitag

Trauer in Tirol, nachdem eine fünfköpfige Familie in einen schweren Unfall mit einem Regionalzug verwickelt war. Vater und Kind sind tot.

Bild: Werner Kempf (Symbolbild)

Trauer in Tirol, nachdem eine fünfköpfige Familie in einen schweren Unfall mit einem Regionalzug verwickelt war. Vater und Kind sind tot.

Bild: Werner Kempf (Symbolbild)

Bei einem Unfall in St. Johann in Tirol stirbt ein Kind (4), nachdem seine Familie mit dem Auto auf einem Gleis stehen blieb. Nun ist auch der Vater tot.
##alternative##
Von Allgäuer Zeitung
05.08.2022 | Stand: 07:40 Uhr

--- Update, 14.10 Uhr --- Wie die Polizei Tirol mitteilt, ist auch der Familienvater und Fahrer des verunfallten Autos gestorben. Er erlag im Klinikum Innsbruck seinen schweren Verletzungen.

--- Originalmeldung --

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei passierte der Unfall gestern im Ortsteil Weiberndorf in St. Johann in Tirol. Dort war ein 35-jähriger Mann aus Saudi-Arabien mit seiner Familie im Auto unterwegs, im PKW saßen auch seine Frau (34) und ihre drei Kinder im Alter von vier, sieben und elf Jahren.

An einem beschrankten Bahnübergang soll das Auto der Familie auf den Gleisen zum Stehen gekommen sein, als sich die Schranken schlossen, berichten Zeugen.

Die Mutter und die sieben- und elfjährigen Kinder konnten unter lauten Rufen von Passanten das Auto verlassen und sich in Sicherheit bringen.

Unfall in St. Johann: Junge von Zug erfasst - auch Vater tot

Der Vater und sein vierjähriger Sohn befanden sich ebenfalls bereits außerhalb des Autos. Sie wurden jedoch vom herannahenden Regionalzug erfasst. Der kleine Junge erlitt dadurch schwere Kopfverletzungen und starb noch auf der Unfallstelle.

Der Familienvater wurde laut Polizei nach der Erstversorgung im Krankenhaus St. Johann in die Klinik Innsbruck gebracht. Die Feuerwehr St. Johann schreibt auf ihrer Facebook-Seite, der schwerverletzte Mann sein von mehreren Notärzten versorgt und in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht worden.

Dort ist er - wie inzwischen bekannt wurde - an seinen Verletzungen gestorben.

Neben mehreren Patrouillen der Polizei waren 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr St. Johann, 15 des Roten Kreuzes, ein Notarztteam, die Besatzung von 3 Notarzthubschraubern und das Kriseninterventionsteam Team im Einsatz.

Die Fahrgäste und das Personal des Regionalzuges blieben laut Feuerwehr unverletzt. Sie seien von den Einsatzkräften evakuiert, mit Getränken versorgt und vom Kriseninterventionsteam betreut worden.

Der genaue Unfallhergang und die Ursache werden nun von der Tiroler Polizei untersucht.

Mehr Nachrichten aus Vorarlberg, Tirol und ganz Österreich finden Sie laufend auf www.allgaeuer-zeitung.de/oesterreich.