Wanderer durchnässt gerettet

Betrunkener Wanderer und plötzliche Gewitter: Viel Arbeit für die Vorarlberger Bergrettung

Nach schweren Gewittern in den Bergern Österreichs mussten mehrere Menschen gerettet werden.

Nach schweren Gewittern in den Bergern Österreichs mussten mehrere Menschen gerettet werden.

Bild: Mark Bihler (Symbolfoto)

Nach schweren Gewittern in den Bergern Österreichs mussten mehrere Menschen gerettet werden.

Bild: Mark Bihler (Symbolfoto)

Gleich viermal musste die Bergrettung am Samstag ausrücken. Ein betrunkener Wanderer war verschwunden - und Menschen wurden vom Gewitter überrascht.
06.06.2021 | Stand: 10:43 Uhr

Am Samstag besuchte ein 25-jähriger deutscher Wanderer zusammen mit Freunden die Emser-Hütte in Hohenems. Gegen 02.15 Uhr verließ der Mann betrunken die Hütte und wollte in Richtung Gsohalpe laufen, berichtet die Polizei. Nachdem er dort aber nicht ankam und nicht mehr zu finden war, leitete die Bergrettung eine Suchaktion ein.

Die Rettungskräfte fanden den 25-Jährigen nahe der Ranzenbergalpe - zum Glück unverletzt. An der Suchaktion waren 13 Einsatzkräfte der Bergrettung und fünf Beamte der Bundespolizei beteiligt. Lesen Sie auch: Deutscher stürzt in den Tiroler Alpen in den Tod

Gewitter überrascht Wanderer: Alpine Notlage am Karenfeld

Zwei Wanderer waren vom Familien-Klettersteig in Partnun (Schweiz) auf das Karenfeld bei der Sulzfluh unterwegs. Beim Ausstieg wurden sie von einem Gewitter überrascht und verloren beim Abstieg die Orientierung, berichtet die Polizei Vorarlberg. Sie setzten einen Notruf ab.

Die Bergrettung Schruns-Tschagguns stieg bei starkem Regen von der Tilisuna Alpe auf und konnte die durchnässten und unterkühlten Wanderer auf dem Karenfeld finden.

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Nach einem kurzen Abstieg und besserer Wetterlage konnten die Wanderer vom Polizeihubschrauber Libelle geborgen und nach Tschagguns geflogen werden. Die Wanderer blieben unverletzt. Die Bergrettung Schruns/Tschagguns war mit 16 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen im Einsatz.

Wanderer kommen nicht mehr weiter: Einsatz bei der Walser Hammerspitze

Ein 53-jähriger Mann und eine 5-jährige Frau brachen am Samstag zu einer rund siebeneinhalbstündigen Wanderung von Riezlern über die Kuhgehrenalpe zur Bergstation der Kanzelwandbahn auf.

Kurz nach der Hammerspitze kamen sie in Nebel und Starkregen setzte ein. Zudem kamen sie zu immer größeren Schneefeldern. Die Wanderer trauten sich aus eigenem nicht mehr weiter und setzten gegen 15:30 Uhr einen Notruf ab. Die Bergrettung Riezlern fand die Wanderer und begleitete sie zum Sattel. Von dort aus wurden sie mit dem Polizeihubschrauber Libelle geborgen und ins Tal geflogen. Die Wanderer blieben unverletzt.

Frau rutscht auf Schneefeld ab: Bergrettung Schruns/Tschagguns hilft

Gemeinsam mit ihrem elfjährigen Kind wanderte ein Ehepaar durch das Gauertal zur Alpilaalpe. Von dort aus wollten sie über den Bilkengrat zur Linauer Hütte gehen. Im Bereich des Letzitobels verlor die Frau auf einem Schneefeld den Halt und rutschte einige Meter ab. Aufgrund der Erschöpfung und der schlechten Wetterlage setzten sie um 17:23 Uhr einen Notruf ab. Sie wurden von der Bergrettung Schruns/Tschagguns aufgefunden und vom Polizeihubschrauber Libelle geborgen. Die Familie wurde nicht verletzt. Die Bergrettung Schruns/Tschagguns war mit 21 Mann im Einsatz.