Rodeln: Erneut Unfall

Zwölfjähriger prallt beim Rodeln gegen Baum: schwer verletzt

Bei einem tragischen Rodelunfall ist ein zwölfjähriger Bub in Tirol schwer verletzt worden.

Bei einem tragischen Rodelunfall ist ein zwölfjähriger Bub in Tirol schwer verletzt worden.

Bild: picture alliance/dpa | Ulrich Perrey (Symbolfoto)

Bei einem tragischen Rodelunfall ist ein zwölfjähriger Bub in Tirol schwer verletzt worden.

Bild: picture alliance/dpa | Ulrich Perrey (Symbolfoto)

Ein zwölf Jahre alter Bub ist in Achenkirch (Tirol) bei einem Rodelunfall schwer verletzt worden.
Bei einem tragischen Rodelunfall ist ein zwölfjähriger Bub in Tirol schwer verletzt worden.
Von Allgäuer Zeitung
10.02.2021 | Stand: 05:50 Uhr

Ein Zwölfjähriger hat sich Dienstagnachmittag in Achenkirch bei einem Rodelunfall schwere Verletzungen zugezogen, wie die Polizei mitteilt.

Der Schüler rodelte talwärts, als er in einer leichten Linkskurve von der Bahn abkam und über eine steile Böschung in den Wald stürzte. Dabei prallte er gegen einen Baum. Etwa 15 Meter unterhalb der Rodelbahn kam er zum Liegen, berichtete die Polizei.

Der Zwölfjährige schaffte es noch, selbst den Notruf abzusetzen. Nach der Erstversorgung durch die Pistenrettung wurde er mit dem Notarzthubschrauber in die Innsbrucker Klinik geflogen.

Experten: Immer mehr Rodelunfälle in der Region

Unabhängig von dem tragischen Unfall im benachbarten Tirol: Die Allgäuer Bergwacht hat in den vergangenen Jahren beobachtet, dass er immer mehr Rodelunfälle gibt. So ereigneten sich vor Kurzem beispielsweise an einem Wochenende drei schwere Rodelunfälle im Allgäu. Regional-Geschäftsführer Peter Haberstock warnt vor zu steilen und vereisten Wegen. Sie seien Hauptursache für viele Unfälle. „Wenn ich nicht mehr lenken und bremsen kann, sollte ich nicht mehr rodeln“, betont er. Wer das beherzige, vermeide viele Karambolagen, sagt der Experte.

Folgende Tipps gibt die Bergwacht den Rodlern, die in der Corona-Krise noch häufiger unterwegs sind, da viele anderen Aktivitäteten derzeit nicht erlaubt sind:

  • Helm: „Ein Skihelm schützt vor Kopfverletzungen.“ Das gelte für Kinder wie für Erwachsene gleichermaßen.
  • Brille: Zum Helm gehört für ihn auch eine Skibrille. Denn hochspritzender Schnee sei nicht nur unangenehm. Er behindere auch die Sicht.
  • Bergschuhe: Weil man mit den Füßen lenkt und bremst, sollten diese in Bergschuhen oder anderen festen Stiefeln mit Profilsohle stecken.
  • Schlitten: Zum Rodelgefährt selbst vermag Haberstock keine Empfehlung abgeben – außer, dass es stabil sein sollte, damit es bei Bodenwellen nicht bricht.
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