Nach Trennung von FIS-Generalsekretärin

Alfons Hörmann fürchtet keine negativen Folgen für Nordische Ski-WM 2021 in Oberstdorf

Sarah Lewis wurde am vergangenen Freitag vom Fis-Vorstand vor die Tür gesetzt. Zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen will sich die 55-jährige Britin zu einem späteren Zeitpunkt äußern.

Sarah Lewis wurde am vergangenen Freitag vom Fis-Vorstand vor die Tür gesetzt. Zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen will sich die 55-jährige Britin zu einem späteren Zeitpunkt äußern.

Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Sarah Lewis wurde am vergangenen Freitag vom Fis-Vorstand vor die Tür gesetzt. Zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen will sich die 55-jährige Britin zu einem späteren Zeitpunkt äußern.

Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Alfons Hörmann spricht über die Trennung von FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis. Für die Nordische Ski-WM 2021 in Oberstdorf erwartet er keine negativen Folgen.
13.10.2020 | Stand: 09:41 Uhr

Ein „verändertes Rollenverständnis“ hat zum Vertrauensbruch zwischen dem Skiweltverband Fis und seiner Generalsekretärin Sarah Lewis geführt. Das sagte am Montag Alfons Hörmann, Mitglied des Fis-Vorstandes, der am Freitag wie berichtet die sofortige Trennung von Lewis beschlossen hatte. Die 55-jährige Britin erklärte gegenüber der Deutschen Presseagentur dpa, sie wolle sich zu einem späteren Zeitpunkt äußern.

Hörmann wiederum legte im Telefonat mit unserer Zeitung Wert darauf, dass er sich nicht als Sprecher der Fis verstehe. Es sei jedoch an der Zeit, dem Vakuum und den zahlreichen weltweiten Spekulationen etwas entgegenzusetzen – „auch um die Kirche im Dorf zu lassen“.

Skiweltverband: Großer Einsatz von Lewis für internationalen Skisport

Sarah Lewis habe sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zweifellos mit hohem persönlichen Einsatz für den internationalen Skisport engagiert. „Allerdings“, so Hörmann, „war deutlich erkennbar, dass sich ihr persönlicher Fokus verlagert hatte.

Fis-Funktionär Alfons Hörmann sprach mit der AZ über die überraschende Trennung von Generalsekretärin Lewis.
Fis-Funktionär Alfons Hörmann sprach mit der AZ über die überraschende Trennung von Generalsekretärin Lewis.
Bild: Ralf Lienert

Von der eigentlichen operativen Führungsaufgabe als Generalsekretärin hin zu einem Selbst- und Rollenverständnis, das zunehmend auf repräsentative Wirkung ausgerichtet war“, so Hörmann. „Dies führte zwangsläufig zu Diskrepanzen in der Zusammenarbeit und im weiteren Verlauf zu einem Vertrauensverlust des Präsidenten und des gesamten Vorstandsteams“, ergänzte der 60-jährige Sulzberger.

Bis zum Wahlkongress im Juni 2021 in Portoroz (Slowenien) wird Präsident Gian Franco Kasper mit den zuständigen Direktoren der Fis das Tagesgeschäft koordinieren. Dazu gehört auch die finale Vorbereitung auf die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften Ende Februar in Oberstdorf.

Trennung von Lewis soll Ski-WM-Vorbereitung in Oberstdorf nicht beeinflussen

„Die Organisation ist glücklicherweise nicht auf Einzelpersonen ausgerichtet. Sowohl bei der Fis als auch in Oberstdorf arbeiten seit vielen Monaten gut funktionierende Teams. Die Trennung von Sarah Lewis wird die WM-Vorbereitung nicht weiter beeinflussen“, sagte Hörmann.

Im Gegenteil – der gebürtige Oberstdorfer Stefan Huber als Fis-Eventdirektor sei lange schon in die Vorbereitungen mit einbezogen: „Näher dran als er kann gar keiner sein.“ (Lesen sie auch: Wegen Corona: Internationaler Skiverband passt Rennkalender an)