Sport vom Wochenende

"Allgäuer Super-Saturday" im Ski-Weltcup

Allgäuer Ski-alpin-Power in Val d'Isere: Stefan Luitz (l.) und Alexander Schmid überzeugten als Zweiter und als Sechster auf einer der schwierigsten Pisten der Welt.

Allgäuer Ski-alpin-Power in Val d'Isere: Stefan Luitz (l.) und Alexander Schmid überzeugten als Zweiter und als Sechster auf einer der schwierigsten Pisten der Welt.

Bild: Alexander Schmid/Facebook

Allgäuer Ski-alpin-Power in Val d'Isere: Stefan Luitz (l.) und Alexander Schmid überzeugten als Zweiter und als Sechster auf einer der schwierigsten Pisten der Welt.

Bild: Alexander Schmid/Facebook

Die Allgäuer Wintersportler trumpfen weiter groß auf und sorgen schon früh im Olympia-Winter für berechtigte Medaillenhoffnungen. Völlig überraschend fuhr am Samstag Skirennläufer Alexander Schmid aus Fischen ins Rampenlicht, der sich mit Platz sechs im Riesentorlauf in Val d'Isere für die Spiele in Pyeongchang qualifizierte. Grund zum Jubeln hatten am Sonntag auch die Allgäuer Eishockey-Oberligisten, während es für die Ringer aus Westendorf hieß: Raus mit Applaus! Der Allgäuer Sport-Überblick kompakt:
18.10.2020 | Stand: 08:07 Uhr

Ski alpin: Nach dem berühmten "Black Friday" vor dem ersten Advent gibt es jetzt den alpinen "Allgäuer Saturday". Denn: Was Stefan Luitz (Bolsterlang) und Alexander Schmid (Fischen) am Allgäuer "Super-Samstag" bei einem der schwersten Riesenslaloms des Weltcup-Kalenders im französischen Val d’Isère zeigten, war schon außergewöhnlich gut. Luitz als Zweiter zum zweiten Mal in Folge auf dem Siegerpodest, Schmid als Sechster für die Olympischen Spiele direkt qualifiziert. Damit gibt es bei den Technikern nun ein reines Allgäuer Doppelzimmer in Südkorea.

Ausgerutscht ist der ESVK und Philipp de Paly im Zweitliga-Derby gegen Ravensburg.
Ausgerutscht ist der ESVK und Philipp de Paly im Zweitliga-Derby gegen Ravensburg.
Bild: Harald Langer

Eishockey: Zweimal stark gekämpft, aber nur ein Zähler - das ist die Bilanz des ESV Kaufbeuren in der DEL 2 am vergangenen Wochenende. Am Freitagabend retteten die Buron Joker bei der 2:3-Niederlage nach Verlängerung beim SC Riessersee zumindest den einen Punkt. Am Sonntag revanchierten sich die Towerstars Ravensburg für die Heimniederlage gegen des ESVK vor Wochenfrist und siegten ihrerseits vor knapp 2.600 Fans im Ostallgäu mit 5:3.

Perfektes Wochenende für den ERC Sonthofen in der Oberliga Süd: Das 6:2 vom Freitag gegen Waldkraiburg lässt sich eher noch in die Kategorie Pflichtsieg einordnen, was die Bulls aber am Sonntag zeigten, war schon außergewöhnlich. Beim DEL2-Absteiger und Topfavoriten Rosenheim gelang ein 4:1-Auswärtserfolg. Übrigens: ERC-Neuzugang Kyle Just traf am Wochenende dreimal.

Einen guten Fang scheint auch der ECDC Memmingen mit seinem neuen Kontingentspieler Kirils Galoha gemacht zu haben. Der junge Lette traf gleich in seinen allerersten zehn Minuten auf deutschem Eis zweimal und besorgte eine zwischenzeitliche 2:0-Führung im Oberliga-Heimspiel gegen Peiting. Am Ende hieß es am Freitagabend dennoch 4:5 und die Memminger Fanseele kochte dank der einseitigen Regelauslegung von Schiedsrichter Hascher über. Am Sonntag gelang den Indians dann ein wichtiger 6:4-Auswärtssieg in Waldkraiburg. Zweifacher Torschütze: Kirils Galoha.

Zakarias Tallroth (l.) und die Westendorfer Ringer absolvierten eine tolle Bundesliga-Saison, mussten im Play-off-Achtelfinale gegen Adelhausen aber die Segel streichen.
Zakarias Tallroth (l.) und die Westendorfer Ringer absolvierten eine tolle Bundesliga-Saison, mussten im Play-off-Achtelfinale gegen Adelhausen aber die Segel streichen.
Bild: Harald Langer

Derbyzeit in der Eishockey-Bayernliga: Nach 23 Minuten schien die Spannung im Ostallgäuer Duell zwischen Buchloe und Füssen raus zu sein, der EVF führt mit 5:0 in der Gennachstadt. Doch dann setzten die Pirates zu einer beeindruckenden Aufholjagd an, die sie auf 4:5 heranbrachte. Mehr sprang allerdings nicht mehr raus, Füssen entführte wichtige drei Punkte im Kampf um die Zwischenrundenplätze. Am Freitag waren die Schwarz-Gelben bei der 0:1-Heimniederlage gegen Dorfen noch an ihrer mangelnden Chancenverwertung gescheitert, während Buchloe bei der 5:6-Niederlage nach Verlängerung in Erding immerhin einen Zähler entführte.

Ringen: Eine alles in allem erfolgreiche Premieren-Saison in der Bundesliga ist für den TSV Westendorf zu Ende gegangen. Dass im Play-off-Achtelfinale um die deutsche Meisterschaft der TuS Adelhausen eine Nummer zu groß war, spielte nach der 7:23-Niederlage im Rückkampf in eigener Halle keine große Rolle. Fans und Ringer feierten, als ob der TSV in die nächste Runde eingezogen wäre. Zweiter Vorsitzender Bernhard Hofmann: "Wir haben im Verein mit dem Erreichen des Achtelfinals Geschichte geschrieben. Als Team haben wir alles erreicht, was wir wollten." Und das, obwohl Leistungsträger wie Maximilian Goßner, Christian Stühle und zuletzt Christopher Kraemer verletzt ausfielen.