Radsport

Allgäuerin Lisa Brennauer erneut deutsche Straßenradmeisterin

Lisa Brennauer ist seit Jahren die beste Rennradlerin im Allgäu. Ihre Sternstunde erlebte sie am 23. September 2014, als sie die Goldmedaille im Einzelzeitfahren bei der Straßen-WM in Ponferrada (Spanien) holte. Jetzt wurde sie wieder Deutsche Meisterin.

Lisa Brennauer ist seit Jahren die beste Rennradlerin im Allgäu. Ihre Sternstunde erlebte sie am 23. September 2014, als sie die Goldmedaille im Einzelzeitfahren bei der Straßen-WM in Ponferrada (Spanien) holte. Jetzt wurde sie wieder Deutsche Meisterin.

Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Lisa Brennauer ist seit Jahren die beste Rennradlerin im Allgäu. Ihre Sternstunde erlebte sie am 23. September 2014, als sie die Goldmedaille im Einzelzeitfahren bei der Straßen-WM in Ponferrada (Spanien) holte. Jetzt wurde sie wieder Deutsche Meisterin.

Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Lisa Brennauer aus Durach hat wieder die deutsche Straßenradmeisterschaft gewonnen. Für die Ex-Weltmeisterin war es der dritte Meistertitel im Straßenrennen.

23.08.2020 | Stand: 15:14 Uhr

Es war ein Sieg mit Ansage: Lisa Brennauer, Radrennfahrerin aus Durach, hat bereits im Vorfeld der deutschen Straßenradmeisterschaft die „Mission Titelverteidigung“ ausgerufen. Beim Rennen über 98 Kilometer auf dem Sachsenring in Oberlungwitz hat sie den großen Worten tatsächlich Taten folgen lassen: Die 32-Jährige, die für das Profi-Team Ceratizit WNT führt, siegte am Sonntag in einer Zeit von 2:52,26 Stunden vor Charlotte Becker (Berlin) und Tanja Erath (Dortmund) und holte sich damit bereits zum dritten Mal nach 2014 und 2019 den deutschen Straßen-Titel. Auch im Zeitfahren wurde sie in den vergangenen Jahren schon drei Mal Siegerin bei den nationalen Meisterschaften.

Allgäuerin Lisa Brennauer: "War schon ein bisschen nervös"

„Das war alles andere als einfach. Ich war unterwegs schon ein bisschen nervös. Aber meine Teamkolleginnen haben viel für mich gearbeitet. Ich bin froh, dass wir es geschafft haben“, sagte Brennauer. Der Rennverlauf war kurios: Denn schon früh hatte sich eine zweiköpfige Spitzengruppe abgesetzt. Doch die beiden Fahrerinnen konnten das hohe Tempo nicht bis zum Ende halten. Der Vorsprung schmolz von Minute zu Minute. Auf der Schlussrunde wurden die Ausreißerinnen schließlich doch noch eingeholt. Brennauer zeigte im Zielsprint ihre ganze Klasse und setzte sich durch. Die Duracherin sagt: „Für mich hieß es im Finale: Alles oder nichts.“

Straßenradmeisterin Brennauer kannte den Kurs bereits gut

Den Kurs kannte Brennauer bereits gut. Statt der üblichen Langdistanz von 130 Kilometern fuhren die Frauen aber heuer nur 98. Wegen der Corona-Vorschriften blieben die Sportlerinnen heuer ausschließlich auf dem Sachsenring, auf dem Zuschauer nicht zugelassen waren. Mehrfach mussten sie die Runde über 3,5 Kilometer absolvieren. Noch vor dem Rennen scherzte Brennauer: „Hoffentlich bekomme ich da keinen Drehwurm.“ Sie kam aber letztlich am besten mit den ungewohnten Bedingungen zu Recht.

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Zeit zum Feiern bleibt der Oberallgäuerin aber nicht. Sie fuhr sofort nach München, um von dort nach Frankreich zu fliegen. Am Montag beginnt in Plouay die Europameisterschaft. Brennauer startet unter anderem im Zeitfahren. Auf die Radrennfahrerinnen wartet dort eine technisch und topografisch anspruchsvolle Strecke. Die Sportlerinnen sprechen von einer „Achterbahnfahrt“ auf dem groben Belag.