Eishockey-Bayernliga

Aufsteiger ESC Kempten verliert Auftaktspiel in der Verlängerung gegen Peißenberg

Für den ESC Kempten begann am Sonntagabend die Saison in Deutschlands vierthöchster Spielklasse.

Für den ESC Kempten begann am Sonntagabend die Saison in Deutschlands vierthöchster Spielklasse.

Bild: Ralf Lienert

Für den ESC Kempten begann am Sonntagabend die Saison in Deutschlands vierthöchster Spielklasse.

Bild: Ralf Lienert

Für den ESC Kempten begann am Sonntagabend die Saison in der Eishockey-Bayernliga - mit einer Niederlage gegen den TSV Peißenberg.
05.10.2020 | Stand: 19:23 Uhr

Zum Auftakt musste der Aufsteiger beim TSV Peißenberg antreten. Die Sharks verloren die Begegnung knapp mit 4:5 (1:2, 2:2, 1:0, 0:1) nach Verlängerung.

Die Niederlage schmerzt zwar, aber sie macht auch Mut. Trainer Carsten Gosdeck lobte seine Mannschaft nach dem Spiel: „Ich bin trotzdem stolz. Wir haben in keiner Phase aufgegeben und gekämpft bis zum Ende.“ Immerhin nahm der Aufsteiger zum Saisonauftakt einen Punkt mit nach Hause. Ganz unbekannt war der TSV Peißenberg freilich nicht. Schon in der vergangenen Saison bestritten die Kemptener zwei Testspiele gegen die Oberbayern – und mussten damals zwei Niederlagen einstecken. Man wusste also bereits im Voraus, dass da ein echter Prüfstein wartet. Es dauerte keine zwei Minuten, bis die Sharks die bittere Realität eine Klasse höher zu spüren bekamen: Nach einem Scheibenverlust in der neutralen Zone fuhren die Gastgeber alleine aufs Tor von Jenny Harß und gleich der erste Schuss saß. Sichtlich verunsichert hatte Kempten Probleme im Spielaufbau, zumal die Gastgeber schon früh Druck machten und auf diese Weise viele Scheibenverluste provozierten.

Trainer Gosdeck: "Waren zu Beginn zu nervös"

„Wir waren zu Beginn sehr nervös und haben eigentlich erst im zweiten Drittel besser ins Spiel gefunden“, meint Gosdeck. Doch bis der ESC einfacher und strukturierter agierte, fiel noch ein weiterer Treffer (13.) zum 2:0. Kemptens Verteidiger Wayne Lucas musste zu allem Überfluss auf die Strafbank. Doch die Sharks verteidigten stark und Roni Rukajärvi erzielte in Unterzahl den ersten Saisontreffer zum 2:1-Anschluss. Die Gäste kamen nach der Pause deutlich aggressiver aus der Kabine. Nikolas Oppenberger hatte nach wenigen Sekunden bereits den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte aber an TSV-Torwart Korbinian Sertl. Mitten in der Sturm-und-Drang-Phase erhöhten die Gastgeber auf 3:1 (27.) – in Unterzahl. Doch noch im selben Powerplay war Eugen Scheffer nach einem Abpraller vom Torhüter zur Stelle und verkürzte auf 2:3. Stefan Saal, 17 Jahre jung und Förderlizenzspieler von Kooperationspartner EC Peiting, schlenzte wenig später die Scheibe von links aufs Tor und glich mit dieser Aktion aus (31.). Gosdeck sagte erfreut: „Das war sein erster Treffer im Erwachsenenbereich. Das ist etwas Besonderes.“ Peißenbergs Torwart Sertl wirkte in dieser Phase unsicher und wurde mit Dauerfeuer der Sharks belegt. Die Scheibe fand aber nicht mehr den Weg über die Torlinie. Fast schon schmeichelhaft war in der 36. Minute die erneute Führung für die Hausherren.

Torfrau Jenny Harß hält mit Parade den Punkt fest

Im letzten Abschnitt ging es hin und her, gute Möglichkeiten hatten beide Mannschaften. Drei Minuten vor dem Ende vollendete Michel Maaßen einen Kraftakt zum 4:4-Ausgleich (56.). Wenig später hielt Harß im Kemptener Tor mit einer starken Parade den Punkt für ihr Team fest. „Es war klar: Wer den ersten Fehler macht, würde die Partie verlieren“, meinte Gosdeck. Und es traf seine Mannschaft, die in der Verlängerung erneut mit einem Mann weniger auf dem Eis stand. Das nutzte Valentin Hörndl drei Sekunden vor Ende der Strafzeit mit dem entscheidenden Tor zum 5:4 für den TSV Peißenberg.

Tore 1:0 Hörndl (2.), 2:0 Willberger (13.), 2:1 Rukajärvi (16.), 3:1 Malzatzki (27.), 3.2 Scheffer (28.), 3:3 Saal (31.), 4:3 Brauer (36.), 4:4 Maaßen (56.), 5:4 Hörndl (62.).

Strafminuten Peißenberg 4, Kempten 14.

Zuschauer 200.