Laufsport

Ausgebremst: Die Europameisterschaft im Berglauf war ihr Ziel

10. Seelina Challenge für Läufer und MTB
Alexandra Gundel Sport Haschko Team 7

Alexandra Gundel ist Läuferin mit Leib und Seele. Sie startet auch bei Wettbewerben in der Region.

Bild: Dirk Klos

Alexandra Gundel ist Läuferin mit Leib und Seele. Sie startet auch bei Wettbewerben in der Region.

Bild: Dirk Klos

Alexandra Gundel vom TV Kempten  liebt es in den Bergen unterwegs zu sein. Ihr Highlight der Saison wäre die EM in Portugal.

07.06.2020 | Stand: 18:00 Uhr

Sportlich war Alexandra Gundel vom TV Kempten schon immer. Von 1995 bis 2012 bestritt die gebürtige Lautracherin, die mittlerweile mit ihrem Freund in Leutkirch wohnt, Triathlon-Wettkämpfe. Die 51-Jährige war sogar schon zweimal auf der Langdistanz in Neuseeland am Start. Unterwegs war sie meistens mit ihren zwei Schwestern: Gerti Ott (58) und Sabine Krause (57). „Es gibt uns meistens nur im Dreierpack“, sagt Gundel lachend. 2012 bestritt sie ihren letzten Triathlon und legte den Fokus anschließend mehr auf den Laufsport. Vor allem die Trail-Disziplin hat es Gundel angetan. „Ich liebe es einfach, in den Bergen unterwegs zu sein“, sagt sie.

Im hochalpinen Gelände war Gundels diesjähriges Highlight geplant. Die Corona-Krise machte aber einen Strich durch die Rechnung. „Im März hätte es zur Europameisterschaft im Berglauf und Trailrunning nach Madeira in Portugal gehen sollen“, erzählt Gundel. Zusammen mit ihren Schwestern wollte die 51-Jährige bei diesem Saison-Höhepunkt in der Mannschaftswertung punkten. Eine Woche vorher haben die Veranstalter das Event abgesagt: „Das ist schade. Wir hatten uns schon darauf vorbereitet. Zum Glück ist es wenigstens verschoben worden“, sagt sie. Die EM soll im Herbst nachgeholt werden, doch ob sie wirklich stattfindet steht noch in den Sternen. Gundel: „Bis dahin heißt es abwarten und einfach weiter trainieren.“

Gundels Training ist trotz der Pandemie kaum eingeschränkt

„Ab dieser Saison wollte ich ins Bahntraining des TVK gehen, um an meiner Schnelligkeit zu feilen. Das fällt aus“, sagt Gundel. Ansonsten kann die 51-Jährige ihrem Hobby normal nachgehen. Am Wochenende ist sie oft mit ihrer Schwester Gerti und deren Freund Uli Morgen, ebenfalls ein Läufer, unterwegs. „Letztens waren wir vier Stunden in den Bergen und waren auf dem Breitenberg bei Hinterstein“, erzählt sie. Zusätzlich absolviert Gundel nach wie vor viele Kilometer auf dem Rad. Ihr Freund Frank Ebenhofen sei dabei „eine wichtige Stütze. Er ist selbst Radfahrer. Wir pushen uns gegenseitig im Training. Er unterstützt mich bei meinen Laufrennen und ist mein persönlicher Betreuer“, sagt Gundel.

Ihre Lieblingsstrecke hat sie rund um den Hochgrat bei Oberstaufen. „Nach der Arbeit fahre ich oft noch nach Steibis und laufe dort hoch“, sagt sie. Nachdem es derzeit bis weit nach 21 Uhr hell ist, braucht sich Gundel auch nicht beeilen. „Abends ist es so schön, wenn nichts los ist. Ich genieße die Ruhe und die Natur“, sagt sie. Trotzdem hätte sie lieber ein festes Ziel vor Augen. Denn: „Wir rennen, ohne zu wissen, wofür.“