Erstmal keine Zukunft in der DFB-Elf

Bayern-Toptalent Musiala zieht es weiter zu Englands Auswahlteams

Das Bayern-Talent Jamal Musiala wurde in Deutschland geboren. Seine Mutter ist Deutsche, sein Vater Nigerianer. Einen Großteil der Jugend lebte Musiala aber in England, wo er auch für Jugend-Nationalteams auflief.

Das Bayern-Talent Jamal Musiala wurde in Deutschland geboren. Seine Mutter ist Deutsche, sein Vater Nigerianer. Einen Großteil der Jugend lebte Musiala aber in England, wo er auch für Jugend-Nationalteams auflief.

Bild: Matthias Balk, dpa (Archivbild)

Das Bayern-Talent Jamal Musiala wurde in Deutschland geboren. Seine Mutter ist Deutsche, sein Vater Nigerianer. Einen Großteil der Jugend lebte Musiala aber in England, wo er auch für Jugend-Nationalteams auflief.

Bild: Matthias Balk, dpa (Archivbild)

Der Nachwuchsspieler des FC Bayern München, Jamal Musiala, möchte trotz Perspektiven beim DFB für das englische Nationalteam spielen. Was der DFB dazu sagt.
dpa
13.11.2020 | Stand: 12:59 Uhr

Top-Talent Jamal Musiala vom FC Bayern München sieht seine Nationalmannschafts-Zukunft in England. Der 17-Jährige, der im aktuellen Aufgebot für Englands U21 steht, spielte bislang sowohl für die Briten als auch zweimal für die deutsche U16. "Wir haben uns - auch aufgrund seiner DFB-Vergangenheit - natürlich mit Jamal Musiala beschäftigt und ihm eine Perspektive beim DFB aufgezeigt. Allerdings hat er uns klar signalisiert, dass er seine Zukunft momentan in den englischen Nationalmannschaften sieht", sagte Meikel Schönweitz, Cheftrainer U-Nationalmannschaften beim DFB, der Süddeutschen Zeitung (Freitag).

Der offensive Mittelfeldspieler, der in dieser Saison in fünf Bundesliga-Einsätzen zwei Tore für die Münchner erzielte, spielte vor seinem Wechsel im Sommer 2019 für den FC Chelsea.

Zahlreiche Spieler für mehrere Nationen spielberechtigt

Nationenwechsel im Fußball sind keine Seltenheit. "Es gibt zahlreiche Spieler, die für mehrere Nationen spielberechtigt sind. Dies hat zur Folge, dass sie sich irgendwann für eine Nation entscheiden müssen. Unsere Aufgabe ist es nicht, diese Spieler abzuwerben, sondern sich mit ihnen auseinanderzusetzen und ihnen eine offene und ehrliche Perspektive aufzuzeigen", sagte Schönweitz auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

"Wenn ein Spieler sich aufgrund seiner Herkunft, Einstellung oder Werte für eine andere Nationalmannschaft entscheidet, dann akzeptieren wir das. Ebenso wünschen wir uns, dass auch andere Verbände akzeptieren, wenn sich ein Spieler für Deutschland entscheidet", führte er aus.

Musiala wurde in Deutschland geboren. Seine Mutter ist Deutsche, sein Vater Nigerianer. Einen Großteil der Jugend lebte Musiala aber in England, wo er auch für Jugend-Nationalteams auflief.