Fußball

Bierhoff kontert Rummenigges Kritik am DFB-Kurs: "Falsche Dinge"

DFB-Direktor Oliver Bierhoff verteidigt die Marketing-Strategie des Deutschen Fußball-Bundes.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff verteidigt die Marketing-Strategie des Deutschen Fußball-Bundes.

Bild: picture alliance/Marius Becker/dpa

DFB-Direktor Oliver Bierhoff verteidigt die Marketing-Strategie des Deutschen Fußball-Bundes.

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DFB-Direktor Oliver Bierhoff wehrt sich gegen Kritik von Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge am Deutschen Fußball-Bund und verteidigt die Marketing-Strategie.
DFB-Direktor Oliver Bierhoff verteidigt die Marketing-Strategie des Deutschen Fußball-Bundes.
dpa
14.10.2020 | Stand: 11:45 Uhr

"Solche Aussagen werden immer mal wieder in den Raum gestellt, entsprechen aber nicht den Fakten", sagte Bierhoff der "Sport Bild" (Mittwoch). "Wenn man falsche Dinge dauernd wiederholt, werden sie dadurch nicht richtig."

Karl-Heinz Rummenigge hatte beim DFB einen "gewissen Wertewandel" festgestellt. Nach dem Titelgewinn bei der WM 2014 sei versucht worden, "diesen großen Erfolg finanziell auszunutzen", sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München kürzlich der "Bild am Sonntag". Dazu zählten auch die großen Sponsorenverträge. Derzeit "überwiegen beim DFB Interessen abseits des Fußballs", sagte Rummenigge. Das Problem sei: "Geld, Vermarktung und Politik haben Priorität, aber nicht der Fußball."

Bierhoff kontert Kritik: "Größer geworden ist das Engagement der Spieler im sozial-gesellschaftlichen Bereich"

Dem widersprach Bierhoff nun vehement. "Wir haben seit der WM 2014 weder die Marketingaktivitäten noch die Partneranzahl erhöht, sondern vor allem nach der WM 2018 die Aktionen mit der Mannschaft heruntergefahren", betonte der 52-Jährige. "Größer geworden ist hingegen das Engagement der Spieler im sozial-gesellschaftlichen Bereich, zum Beispiel durch Schulbesuche oder in karitativen Einrichtungen", sagte der Europameister von 1996.

"Wenn wir alleine an die Vermarktung denken würden, hätten wir im September oder gegen die Türkei nicht auf die Bayern-Spieler verzichten dürfen", meinte Bierhoff. "Wir haben aber den Sport und die Spieler in den Mittelpunkt gestellt."

Zuletzt hatte die Nationalmannschaft in der Nations League 3:3 gegen die Schweiz gespielt. Ein Interview mit Bundestrainer Joachim Löw dazu, lesen Sie hier.