Bundesliga

FC Bayern hängt Leipzig auch ohne Lewandowski im Meisterkampf ab

Leon Goretzka jubelt mit Münchens Mittelfeldspieler Thomas Müller über seinen Treffer zum 0:1.

Leon Goretzka jubelt mit Münchens Mittelfeldspieler Thomas Müller über seinen Treffer zum 0:1.

Bild: Alexander Hassenstein/dpa

Leon Goretzka jubelt mit Münchens Mittelfeldspieler Thomas Müller über seinen Treffer zum 0:1.

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RB Leipzig wollte mit einem Sieg gegen die Bayern die Meisterschaft noch einmal spannend machen. Daraus wurde am Samstagabend aber nichts.
Leon Goretzka jubelt mit Münchens Mittelfeldspieler Thomas Müller über seinen Treffer zum 0:1.
dpa
03.04.2021 | Stand: 20:39 Uhr

Der FC Bayern München hat Verfolger RB Leipzig auch ohne Weltfußballer Robert Lewandowski abgehängt und kann den 31. Meistertitel so langsam einplanen. Der Rekordchampion setzte sich am Samstagabend im Bundesliga-Spitzenspiel bei den Sachsen mit 1:0 (1:0) durch und baute seinen Vorsprung bei noch sieben Saisonspielen auf sieben Punkte aus. Die Schale ist nah.

Goretzka mit dem goldenen Tor für Bayern

Ohne den verletzten 35-Tore-Stürmer Lewandowski zündeten die Bayern zwar kein Chancenfeuerwerk, waren dafür aber sehr effizient. Leon Goretzka (38.) nutzte nach Pass von Thomas Müller die erste Möglichkeit zur Führung. Für die Bayern war es das 62. Pflichtspiel nacheinander mit einem Tor (deutscher Rekord), für Goretzka der dritte Treffer in den vergangenen vier Partien.

Das Spiel begann zunächst - nicht. Weil im Tor von Bayern-Keeper Manuel Neuer das Netz gerissen war, verweigerte Schiedsrichter Daniel Siebert den Anpfiff. Neuer zeigte ungeahnte Heimwerker-Qualitäten und flickte das Netz mit seinem Handtuch. Die Schiedsrichter überzeugte der Nationaltorwart damit aber nicht. Erst als ein Stadionmitarbeiter das Problem etwas rustikaler mit zwei Kabelbindern behob, begann die Partie mit fast vierminütiger Verspätung.

Leipzig gegen FC Bayern: Geistesblitz von Kimmich sorgt für Entscheidung

Das kaputte Netz sollte für lange Zeit das Highlight bleiben. Beide Mannschaft neutralisierten sich gegenseitig, Torabschlüsse blieben aus. Erst in der 23. Minute tastete sich Eric Maxim Choupo-Moting, der für Lewandowski in die Startelf gerückt war, mit einem Schuss aus der Drehung an das Leipziger Tor heran.

Die entscheidende Szene: Leipzigs Torwart Peter Gulacsi kann den Treffer von Münchens Goretzka (nicht im Bild) zum 0:1 nicht halten.
Die entscheidende Szene: Leipzigs Torwart Peter Gulacsi kann den Treffer von Münchens Goretzka (nicht im Bild) zum 0:1 nicht halten.
Bild: Alexander Hassenstein/dpa

Letztlich hatte Joshua Kimmich einen Geistesblitz. Der Mittelfeldchef der Bayern schickte Müller mit einem klugen Vertikalball in den Strafraum, der ließ Tyler Adams mit einem profanen Haken aussteigen und sah im Rückraum Goretzka. Der Abschluss war wuchtig, aber Formsache. Bayern führte, Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann gestikulierte genervt vor seiner Bank. Der Treffer wirkte. Leroy Sané zog von der Strafraumgrenze ab (42.), RB-Keeper Peter Gulacsi hielt Leipzig im Spiel.

Nagelsmann setzt in Halbzeit zwei auf Offensive - ohne Erfolg

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Nagelsmanns Taktik, ohne echten Stürmer in das Gipfeltreffen zu gehen, war im ersten Durchgang nicht aufgegangen. Die RB-Offensive agierte zwar enorm beweglich und verschaffte sich in der vorletzten Angriffsreihe oft eine Überzahl, doch in der gefährlichen Zone fehlten es an Anspielstationen und Zielstrebigkeit. Nagelsmann reagierte in der Halbzeit, brachte mit Außenstürmer Justin Kluivert mehr Tempo in den Angriff.

Der Plan griff zunächst. Kluivert setzte sich auf der rechten Seite durch, seine Flanke landete über Amadou Haidara bei Marcel Sabitzer. Der Seitfallzieher des Kapitäns war der bis dahin gefährlichste Leipziger Abschluss (50.). Zwei Minuten später passte Kluivert wieder quer, Dani Olmo stand völlig frei am Elfmeterpunkt - und verzog seinen Schuss. Leipzig war nun besser im Spiel, presste aggressiver, aber die Bayern wackelten noch nicht.

So war Sabitzers Schuss aus gute 20 Meter zwar schön anzusehen (59.), für Neuer dann aber eher Routine. Die Meister-Abwehr um David Alaba, der mit seinem 274. Bundesliga-Spiel Franck Ribéry als Ausländer mit den meisten Bayern-Einsätzen ablöste, hielt dem Druck stand. Offensiv setzten die Bayern nun auf Konter über die schnellen Außen Sané und den eingewechselten Serge Gnabry.

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