Deutsche Fußball-Nationalmannschaft

«Noch lange nicht am Ende»: Flick schaut optimistisch aufs WM-Jahr

Bundestrainer Hansi Flick hat derzeit allen Grund zur Freude: Das souveräne 4:1 (2:0) am Sonntagabend in Armenien war der siebte Sieg der deutschen National-Elf im siebten WM-Qualifikationsspiel.

Bundestrainer Hansi Flick hat derzeit allen Grund zur Freude: Das souveräne 4:1 (2:0) am Sonntagabend in Armenien war der siebte Sieg der deutschen National-Elf im siebten WM-Qualifikationsspiel.

Bild: Christian Charisius, dpa (Archiv)

Bundestrainer Hansi Flick hat derzeit allen Grund zur Freude: Das souveräne 4:1 (2:0) am Sonntagabend in Armenien war der siebte Sieg der deutschen National-Elf im siebten WM-Qualifikationsspiel.

Bild: Christian Charisius, dpa (Archiv)

Das letzte Länderspiel des Jahres ist keine große Prüfung für das deutsche Nationalteam. Bald soll es aber endlich gegen einen "Hochkaräter" gehen.
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dpa
15.11.2021 | Stand: 07:53 Uhr

Als Hansi Flick im Republican Stadium von Eriwan über das Leistungsvermögen seiner Nationalspieler sprach, ertönte von Ferne eine lärmende Sirene. Der Bundestrainer stockte kurz wegen des lauten Geheuls irgendwo vor der Arena, setzte seinen Ausblick auf das große WM-Jahr dann aber unbeirrt fort. Ein Fußball-Notfall ist die Nationalmannschaft unter ihrem Startrekord-Trainer nicht mehr.

"Wir haben Spaß am Fußball, das sieht man", sagte Flick und fügte an, was die Titelfavoriten für die Wüsten-Endrunde in fast genau zwölf Monaten aufhorchen lassen dürfte: Das unter Flick aufstrebende deutsche Nationalteam sei "noch lange nicht am Ende".

Bundestrainer Hansi Flick über sein neu formiertes Team: "Brauchen uns nicht zu verstecken"

Das souveräne 4:1 (2:0) am Sonntagabend in Armenien war der siebte Sieg im siebten WM-Qualifikationsspiel mit Flick. Die Gegner, im September und Oktober waren es zudem noch Rumänien, Liechtenstein, Nordmazedonien und Island, gehören nicht "zu den Besten in Europa oder der Welt", wie Flick auch sagte. Der am Sonntag stark ersatzgeschwächten DFB-Auswahl ist aber durchaus wieder zuzutrauen, mit den Großen im Weltfußball mithalten zu können.

"Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Ich denke schon, dass die Spiele gezeigt haben, dass wir zurück sind", sagte Flick. "Gerade die Art und Weise, wie wir Fußball spielen." Im März soll ein Testspiel gegen einen "Hochkaräter" Aufschluss über das Leistungsvermögen geben, "weil für uns für den nächsten Schritt auch wichtig ist, dass wir einen richtigen Gegner haben". Die Startelf dürfte dann ganz anders aussehen als in Eriwan.

Trotz Fehlen von Goretzka, Süße und Co. spielt deutsche Nationalmannschaft gegen Armenien souverän

Flick fehlten unter anderem der mit Corona infizierte Niklas Süle, der gelbgesperrte Antonio Rüdiger, die mit Süle als Kontaktpersonen in Quarantäne geschickten Joshua Kimmich und Serge Gnabry sowie der verletzte Leon Goretzka. Kapitän Manuel Neuer und Marco Reus wurden geschont. Die Treffer in Armenien erzielten Kai Havertz, Ilkay Gündogan als Doppeltorschütze sowie Jonas Hofmann.

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"Es ist gut, dass wir einen breiten Kader haben, das hat sich jetzt auch wieder gezeigt, dass sich da der eine oder andere nochmal zeigen kann, wie man es in der Form vielleicht nicht erwartet hat", sagte Flick, der seinen Nationalspielern für die Zeit ohne Länderspiele Hausaufaufgaben fürs Heimtraining mitgibt. Der Gladbacher Jonas Hofmann und Paris-Profi Thilo Kehrer dürfen sich als große Gewinner der ersten Flick-Monate fühlen. Beide schätzt der Bundestrainer sehr für deren Vielseitigkeit. (Lesen Sie auch: "Tut super weh": FC Bayern verliert Spitzenspiel gegen Wolfsburg und landet auf Platz Drei)

Nicht nur Flick ist zufrieden: Fußballer Thomas Müller lobt neuen Bundestrainer

"Die ganze Mannschaft macht das gut", sagte der Bundestrainer. "Ob jetzt die neuen Spieler oder die, die dazugestoßen sind. Maximilian Arnold macht einen guten Eindruck. Es ist einfach eine Sache, die mir gefällt, weil jeder gerne Nationalspieler ist, gerne dabei ist in diesem Kreis, ich würde schon sagen, fast eine familiäre Atmosphäre herrscht, und genau das kenne ich von der Nationalmannschaft."

Thomas Müller, der sich unter Flick als zentraler Offensiver und Antreiber unverzichtbar gemacht hat, gab das Lob an seinen Übungsleiter zurück. "Man sieht, dass wir die letzten drei Monate gute Arbeit geleistet haben", sagte Müller bei RTL. "Einen neuen Bundestrainer hatten wir in Deutschland seit 2006 nicht mehr. Also das ist schon was Einschneidendes." (Lesen Sie auch: Das große Zittern: Cristiano Ronaldo und Ibrahimovic in den Playoffs)