Tennis

Chancen nicht genutzt: Müder Koepfer in dritter Wimbledon-Runde raus

Dominik Koepfer schlägt eine Vorhand beim ATP-Turnier in Halle. Bei Wimbledon flog der Tennisprofi gegen den Spanier Roberto Bautista Agut.

Dominik Koepfer schlägt eine Vorhand beim ATP-Turnier in Halle. Bei Wimbledon flog der Tennisprofi gegen den Spanier Roberto Bautista Agut.

Bild: Friso Gentsch, dpa

Dominik Koepfer schlägt eine Vorhand beim ATP-Turnier in Halle. Bei Wimbledon flog der Tennisprofi gegen den Spanier Roberto Bautista Agut.

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In der dritten Runde von Wimbledon ist für Dominik Koepfer Schluss, auch weil er gegen seinen favorisierten spanischen Gegner die wenigen Chancen nicht nutzt.
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dpa
02.07.2021 | Stand: 18:13 Uhr

Nun müssen es in Wimbledon Alexander Zverev und Angelique Kerber richten. Vor den Drittrunden-Partien der beiden deutschen Tennis-Stars verabschiedete sich Dominik Koepfer trotz eines guten Turniers etwas enttäuschend aus dem Klassiker auf englischem Rasen. Der 27-Jährige verlor am Freitag 5:7, 1:6, 6:7 (4:7) gegen den Spanier Roberto Bautista Agut - auch weil er seine Möglichkeiten im entscheidenden Moment nicht nutzte.

Dem Halbfinalisten von 2019 genügte eine solide Leistung, um dem müde wirkenden Koepfer die zweite Achtelfinalteilnahme bei einem Grand-Slam-Turnier zu verwehren. Der Weltranglisten-62. stand vor zwei Jahren bei den US Open unter den letzten 16.

An diesem Samstag (Spielbeginn 12 Uhr/Sky) haben noch Zverev und Kerber die Chance, ins Achtelfinale einzuziehen. Zverev trifft dann auf den an Nummer 31 gesetzten Amerikaner Taylor Fritz und will zum zweiten Mal unter die letzten 16 von Wimbledon. Kerber tritt gegen die Weltranglisten-100. Alexandra Sasnowitsch aus Belarus an. Insgesamt waren elf deutsche Profis ins Turnier gestartet.

Probleme den Aufschlag zu halten

Koepfer gelang bei seiner Drittrunden-Premiere in Wimbledon zwar ein Start nach Maß. Mit Hilfe der Netzkante nahm der gebürtige Schwarzwälder Bautista Agut sofort dessen Aufschlagspiel ab, doch der Weltranglisten-Zehnte antwortete bei Sonnenschein auf dem Platz zwei sofort mit einem Break. Auf dem gleichen Platz hatten tags zuvor Zverev und Kerber gewonnen, die Wimbledonsiegerin von 2018 in einem gut dreistündigen Duell gegen die Spanierin Sara Sorribes Tormo.

Im nächsten deutsch-spanischen Vergleich ging Bautista Agut bei einer 3:2-Führung von Koepfer nach einem Ausrutscher mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden, konnte aber weitermachen und mit dem nächsten Break sogar direkt ausgleichen. Beide hatten auch danach Probleme, ihren Aufschlag zu halten - Koepfer verpasste es beim 5:4, den Satz zuzumachen und verlor ihn dann nach zu vielen einfachen Fehlern.

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Der Linkshänder brachte auch zum Beginn des zweiten Durchgangs sein Service wieder nicht durch und geriet so 0:3 ins Hintertreffen. Der an Nummer acht gesetzte 33-jährige Spanier hatte das Geschehen nun unter Kontrolle, Koepfer kam nicht in die Partie. Der Wahl-Amerikaner hatte am Mittwochabend erst spät noch sein langes Fünf-Satz-Match in der zweiten Runde für sich entschieden und am Donnerstag ein langes Doppel gewonnen.

Koepfer dreht noch einmal auf

Das Ende schien nach dem Break zum 1:2 im dritten Satz nur eine Frage der Zeit, doch dann drehte Koepfer urplötzlich noch einmal auf und hatte bei einer 5:2-Führung einen Satzball - den er vergab. Bautista Agut spielte ungerührt weiter seine druckvolle Vorhand und glich zum 5:5 aus. Im Tiebreak geriet Koepfer dann schnell ins Hintertreffen und musste nach 2:19 Stunden zur Gratulation ans Netz.

Bei den Damen setzten sich nach vielen prominenten Ausfällen am Freitag zunächst die verbliebenen Favoritinnen durch. Die an Nummer zwei gesetzte Aryna Sabalenka aus Belarus kam ebenso problemlos weiter wie die letztjährige French-Open-Siegerin Iga Swiantek aus Polen und die frühere Weltranglisten-Erste Karolina Pliskova aus Tschechien. Nach dem Aus der Spanierin Garbiñe Muguruza ist Kerber die letzte noch aktive Wimbledonsiegerin im Feld.

(Autor: Robert Semmler)