Fußball-Regionalliga

Dem FC Memmingen fehlt der Zugriff

Die Memminger stecken weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz fest und verpassten es, gegen Rain den Anschluss an die Nicht-Abstiegsränge herzustellen.

Die Memminger stecken weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz fest und verpassten es, gegen Rain den Anschluss an die Nicht-Abstiegsränge herzustellen.

Bild: Anton Färber

Die Memminger stecken weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz fest und verpassten es, gegen Rain den Anschluss an die Nicht-Abstiegsränge herzustellen.

Bild: Anton Färber

Memmingen verliert vier Tage nach dem 1:0-Pokalsieg gegen Rain in der Meisterrunde gegen denselben Gegner mit 0:1. Für die Tabellensituation hat das kaum Folgen.
12.10.2020 | Stand: 09:45 Uhr

Im Ligapokalspiel vier Tage zuvor hatte der FC Memmingen den TSV Rain noch mit 1:0 geschlagen. Beim Neustart der Regionalliga nahm Rain nun mit dem gleichen Ergebnis postwendend Revanche und sicherte sich damit wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Die Memminger stecken weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz fest und verpassten es, den Anschluss an die Nicht-Abstiegsränge herzustellen.

Zumindest die direkten Konkurrenten Rosenheim und Heimstetten konnten auch nicht punkten, sodass sich die Lage aus Memminger Sicht nicht verschlechtert hat. Das Corona-geschädigte und in Quarantäne befindliche Schlusslicht VfR Garching war erneut nicht im Einsatz. Der Rainer Trainer Alexander Käs wusste, was beim erneuten Aufeinandertreffen den Ausschlag gab: „Wir konnten von der Bank nochmal nachlegen und haben dann auch durch unsere Einwechselspieler das 1:0 gemacht. Das war der Unterschied“.

Der Ex-Memminger Dominic Robinson flankte in der 70. Minute und Jonas Greppmeir köpfte mit seinem ersten Ballkontakt aus kurzer Distanz unhaltbar für Torhüter Martin Gruber ein. Gruber war auch die einzige personelle Veränderung, die FCM-Trainer Esad Kahric gegenüber dem Ligapokal-Sieg vorgenommen hatte, während der Gegnerin seiner Startformation einiges umkrempelte. Der Plan im engen schwäbischen Kellerduell ging auf.

Kahric schöpfte zwar auchdas maximale Auswechselkontingent von fünf Spielern aus. SeineHereinnahmen konnten demSpiel aber keine Wende geben. Mit Luca Boyer (20) kam ein weiterer U21-Spieler zu seinem Regionalliga-Debüt.

Schon in der ersten halben Stunde hatte der FCM kaum Zugriff auf das Spiel gehabt, es gab wenig Entlastung für die Abwehr. Rain hatte durch Käser einen Abseitstreffer und einen Pfostenknaller zu verzeichnen. Als Memmingen aufkam, ergaben sich auch ein paar Chancen. „Die haben wir leider nicht genutzt. So hat der TSV Rain dann gewonnen, zumal der Gegner auch den Tick besser und cleverer war“, hatte sich Kahric nach dem Auftritt am Dienstag beim Gastspiel bei nasskalter Witterung in Nordschwaben mehr erhofft.

Neben den Verletzten Matthias Moser, David Remiger und Roland Wohnlich musste auch Oktay Leyla passen. Der nominelle Mittelstürmer wurde wegen eines Schnupfens aus dem Trainingsbetrieb genommen. Eine vorsorgliche Entscheidung in diesen bewegten Zeiten.

Nächstes Heimspiel gegen Burghausen eventuell ohne Fans

Nachdem in der Stadt Memmingen bei den Corona-Infektionszahlen am Wochenende auch der zweite Warnwert gerissen wurde, muss abgewartet werden, ob das Heimspiel des FC Memmingen am kommenden Samstag (14 Uhr) gegen SV Wacker Burghausen vor Zuschauern stattfinden kann oder möglicherweise von den Behörden sogar ganz untersagt wird. Der Verein erwartet eine Entscheidung Anfang der Woche. Karten werden deshalb frühestens ab Mittwoch erhältlich sein.

Das in der Vorwoche wegen eines Corona-Falls kurzfristig abgesagte Auswärtsspiel beim VfR Garching ist für Dienstag, 27. Oktober (19 Uhr), neu angesetzt worden.