DFB-Pokal

St. Pauli schafft die Pokalsensation und kickt Dortmund raus

St. Paulis spieler jubeln nach dem Eigentor durch Dortmunds Axel Witsel.

St. Paulis spieler jubeln nach dem Eigentor durch Dortmunds Axel Witsel.

Bild: Christian Charisius, dpa

St. Paulis spieler jubeln nach dem Eigentor durch Dortmunds Axel Witsel.

Bild: Christian Charisius, dpa

Die Kiezkicker haben es geschafft: Aufopferungsvoll ringt St. Pauli den haushohen Favoriten Borussia Dortmund nieder. Die Hamburger stehen nun im Viertelfinale.
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dpa
18.01.2022 | Stand: 23:03 Uhr

Der Titelverteidiger ist raus! Borussia Dortmund hat sich nach einer über weite Strecken schwachen Vorstellung beim Zweitliga-Spitzenreiter FC St. Pauli schon im Achtelfinale des DFB-Pokals verabschieden müssen. Die Hamburger setzten sich dank einer starken Leistung am Dienstagabend mit 2:1 (2:0) verdient gegen den BVB von Trainer Marco Rose durch, der in der Fußball-Bundesliga deutlich hinter dem im Cup ebenfalls bereits ausgeschiedenen FC Bayern Platz zwei belegt.

St. Pauli kickt BVB aus dem Pokal: 2000 Fans jubeln am Millerntor

Vor 2000 Fans im Millerntor-Stadion trafen Etienne Amenyido (4. Minute) und Dortmunds Axel Witsel (40./Eigentor) für den Kiezclub, für den am Freitag in der 2. Liga schon das nächste Highlight im Stadtderby beim HSV ansteht. Dem BVB reichte der Treffer von Starstürmer Erling Haaland (58./Handelfmeter) nicht - in der Schlussphase wehrte sich Roses Team zwar gegen die Niederlage, blieb dabei aber erfolglos.

Bei der ersten Achtelfinalteilnahme seit 16 Jahren bot St. Paulis Coach Timo Schultz auch gegen den favorisierten Bundesliga-Zweiten wie erwartet Dennis Smarsch im Tor auf. Der eigentliche Reservist hinter Nikola Vasilj hatte in den ersten beiden Runden gegen Magdeburg und Dresden (jeweils 3:2) überzeugt und sollte "auch gegen den BVB glänzen", wie Schultz vor der Partie gesagt hatte

BVB findet nur langsam in die Partie - Pauli schnell in Führung

Doch zunächst glänzte Amenyido, der nach Marcel Hartels Vorlage zur Stelle war und früh traf. Die im Vergleich zum überzeugenden 5:1 über Freiburg auf drei Positionen umgestellten Gäste fanden nur langsam in die Partie. Kurz rückte Smarsch in den Mittelpunkt, als er stark gegen die freien Thorgan Hazard (7.) und Marco Reus (18.) klärte.

Des einen Freud', des anderen Leid: Dortmunds Axel Witsel liegt nach seinem Eigentor enttäuscht am Boden.
Des einen Freud', des anderen Leid: Dortmunds Axel Witsel liegt nach seinem Eigentor enttäuscht am Boden.
Bild: Christian Charisius/dpa

Gegen gut verteidigende Hanseaten tat sich der BVB zunehmend schwer. Torjäger Haaland trat außer bei einem Schuss über das Tor (19.) in der ersten Halbzeit kaum in Erscheinung. Dafür führte ein Konter über Guido Burgstaller vor der Pause zum 2:0, als Dortmunds Witsel ein Rettungsversuch misslang - das Eigentor wurden von den Hamburger Fans im Stadion lautstark gefeiert.

St. Pauli verteidigt Führung in der zeiten Halbzeit wacker

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Nach dem Wechsel schnürten die Dortmunder die Kiezkicker teilweise in deren Hälfte ein. Doch die verteidigten nicht nur wacker, sie blieben auch gefährlich: Burgstaller (54./55.) verpasste zweimal nur knapp. Ein unglückliches Handspiel von Jakov Medic brachte den BVB dann nach Videobeweis zurück ins Spiel. Haaland ließ sich die Elfmeterchance nicht entgehen und holte den Ball sofort für die verbleibenden Minuten zur Aufholjagd aus dem Tornetz.

Mit Hereinnahme von Donyell Malen für den glücklosen Hazard versuchte Rose die Offensive weiter zu verstärken (66). Raphael Guerreiro verzog einen Schuss bei einer guten Chance (67.). Dortmund drückte jetzt auf das 2:2. St. Pauli blieb aber bei Kontern gefährlich.

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