Fußball-Nationalmannschaft

"Belastungssteuerung": Spielt Gnabry gegen Portugal am Samstag?

Fans der deutschen Fußballnationalmannschaft sind mit dem Fanbus am Medienzentrum unterwegs.

Fans der deutschen Fußballnationalmannschaft sind mit dem Fanbus am Medienzentrum unterwegs.

Bild: Christian Charisius, dpa (Symbolbild)

Fans der deutschen Fußballnationalmannschaft sind mit dem Fanbus am Medienzentrum unterwegs.

Bild: Christian Charisius, dpa (Symbolbild)

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beginnt mit der Vorbereitung auf das zweite Gruppenspiel. Am Samstag muss gegen Portugal ein Sieg her.
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dpa
17.06.2021 | Stand: 17:15 Uhr

Bei brütender Hitze hat die deutsche Nationalmannschaft nach einem Regenerationstag die Vorbereitung auf das zweite EM-Gruppenspiel gegen Portugal aufgenommen. Bundestrainer Joachim Löw versammelte seine Schützlinge am Donnerstag im Basiscamp in Herzogenaurach zu einer lockeren, aber dennoch schweißtreibenden Übungseinheit. Nach dem 0:1 zum Auftakt gegen Weltmeister Frankreich muss im Duell mit den Portugiesen um Superstar Cristiano Ronaldo am Samstag in München (18.00 Uhr/ARD und Magenta TV) unbedingt ein Sieg her.

Personelle Änderungen sind kaum zu erwarten, auch wenn Abwehrspieler Matthias Ginter berichtete: "Das Trainerteam macht sich immer wahnsinnig viele Gedanken, welche Spieler und welches System am besten passen." Derzeit deutet aber nichts auf eine größere Personal-Rotation oder einen Systemwechsel im DFB-Team hin.

Lukas Klostermann verletzt

Zumal sich Lukas Klostermann als Alternative für die rechte Außenbahn im Training erneut verletzt hat. Die Muskelblessur im rechten Oberschenkel zwingt den Leipziger erstmal zu einer Pause. Angreifer Serge Gnabry fehlte beim Hitzetraining ganz. Der DFB sprach von einer "Belastungssteuerung" beim Münchner. Für die Partie gegen Portugal besteht offensichtlich keine Gefahr.

Wenige Stunden vor dem Anpfiff des Spiels Dänemark gegen Belgien teilte der dänische Verband am Donnerstag mit, dass Mittelfeldstar Christian Eriksen nach seinem am vergangenen Samstag erlittenen Herzstillstand einen sogenannten ICD-Defibrillator eingesetzt bekommt. Das kleine Gerät ähnelt einem Herzschrittmacher und wird bei Menschen implantiert, die ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen haben.

Eriksen erhält Defibrillator

"Bei Christian wurden verschiedene Herz-Untersuchungen durchgeführt. Danach wurde entschieden, dass er ein ICD bekommen sollte. Diese Entscheidung ist nötig, nachdem Herzrhythmusstörungen bei ihm eine Herzattacke ausgelöst hatten", sagte der dänische Mannschaftsarzt Morten Boesen in einer Mitteilung des Verbandes.

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Im ersten Spiel des Tages feierte die Ukraine in der Gruppe C mit dem 2:1 (2:0) gegen Nordmazedonien den ersten Sieg bei der Endrunde und erhielt sich die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale. Andrej Jarmolenko (29. Minute) und Roman Jaremtschuk (34.) trafen für die Ukrainer. Das Tor für Nordmazedonien erzielte Ezgjan Alioski (57.).

Unruhe im Team der Slowakei

Unruhe gibt es im Team der Slowakei. Vor dem zweiten Spiel in der Gruppe E am Freitag (15.00 Uhr/Magenta TV) gegen Schweden in St. Petersburg gab es bei den Osteuropäern zwei positive Corona-Fälle. Betroffen sind Abwehrspieler Denis Vavro von Lazio Rom und ein Betreuer. Beide begaben sich umgehend in Selbstisolation. Die Austragung des Spiels war zunächst aber nicht gefährdet.

Unterdessen hat die Europäische Fußball-Union trotz teils vieler nicht besetzter Plätze in den EM-Stadien eine positive Zwischenbilanz gezogen. "Wir haben alle Tickets verkauft", sagte UEFA-Turnierdirektor Martin Kallen am Donnerstag. "Es ist eine schwierige Situation für jeden Besucher, zu den Spielen zu gehen. Unter diesen Umständen sind wir glücklich damit."

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