Corona-Lockerungen

Geringe Corona-Ansteckungsgefahr: DFB-Appell für Rückkehr des Amateursports

Für die Rückkehr des Amateursports haben sich die die Präsidenten aus den Regional- und Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes stark gemacht.

Für die Rückkehr des Amateursports haben sich die die Präsidenten aus den Regional- und Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes stark gemacht.

Bild: Andreas Arnold

Für die Rückkehr des Amateursports haben sich die die Präsidenten aus den Regional- und Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes stark gemacht.

Bild: Andreas Arnold

Regional- und Landesverbände des DFB wollen die Rückkehr des Amatauer-Sports. Ihre Forderung stützen sie mit Umfragen - und einer Experteneinschätzung.
Für die Rückkehr des Amateursports haben sich die die Präsidenten aus den Regional- und Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes stark gemacht.
dpa
23.02.2021 | Stand: 15:34 Uhr

Für die Rückkehr des Amateursports haben sich die die Präsidenten aus den Regional- und Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes stark gemacht. In einem Appell betonten sie die hohe gesellschaftliche Bedeutung und Wirkung des Amateursports, teilte der DFB am Dienstag mit. "Im Mittelpunkt steht für das Gremium die Perspektive, vor allem Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, wieder unter freiem Himmel einem organisierten Trainingsbetrieb im Verein nachzugehen und dort ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben", hieß es.

Offener Brief an 24.500 Fußball-Vereine

Mit ihrem Appell unterstützen die Spitzenfunktionäre der Landesverbände den offenen Brief von DFB-Präsident Fritz Keller und DFB-Vizepräsident Rainer Koch, den sie am vergangenen Freitag an alle 24.500 Vereine im deutschen Fußball verschickt hatten. Darin betonten sie, dass der Sport und seine einzigartige Vereinslandschaft in allen Entscheidungen berücksichtigt werden müssten und nicht abgehängt werden dürften.

Tim Meyer, DFB-Chefmediziner, sitzt auf überdachten Sitzplätzen auf einem Fußballplatz.
Tim Meyer, DFB-Chefmediziner, sitzt auf überdachten Sitzplätzen auf einem Fußballplatz.
Bild: Oliver Dietze, dpa

Im Rahmen einer Konferenz hatte Tim Meyer, Vorsitzender der Medizinischen Kommission des DFB, den Präsidenten der Regional- und Landesverbände Erkenntnisse aus jüngsten Untersuchungen präsentiert. Meyer hatte mit Kollegen vom Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes sowie dem Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel mehr als 750 Partien aus Profiligen und dem Amateurbereich mit mindestens einem Spieler, der der Ansteckung mit dem Coronavirus verdächtigt war, analysiert (Lesen Sie auch: Aiwanger fordert Hotelöffnungen für Gäste).

Fußball im Freien: Geringe Corona-Gefahr

Ziel war neben der Erfassung infektiöser Spieler in Partien oder im Training eine Einschätzung des Infektionsrisikos für andere Spieler und Schiedsrichter. Dabei wurde festgestellt, dass nach aktuellem Kenntnisstand beim Fußballspielen unter freiem Himmel "nur eine äußerst geringe Ansteckungsgefahr besteht", sagte Meyer.

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Wie groß die Sehnsucht nach der Rückkehr des Amateurfußballs ist, zeige laut Verband eine laufende bundesweite DFB-Umfrage. An den ersten drei Tagen hätten rund 50.000 Personen daran teilgenommen, 97 Prozent davon seien Mitglied in einem Fußballclub. 98 Prozent der bisher Befragten hätten angegeben, den Amateurfußball und ihren Verein zu vermissen, 95 Prozent wollen auf jeden Fall oder sehr wahrscheinlich nach dem Lockdown in den Amateurfußball zurückkehren.