Fußball

Die SVK-Fußballerinnen haben wieder Spaß

Jubel SVK Frauen

Bevor die Saison wegen des Coronavirus unterbrochen wurde, waren die SVK-Frauen auf dem besten Weg, den Wiederaufstieg in die Landesliga zu schaffen. Damit würde das Team auch wieder an die erfolgreichen Zeiten anknüpfen – wie auf diesem Foto zu sehen ist, als sich die Fußballerinnen über den Klassenerhalt in der Landesliga freuten.

Bild: SpVgg Kaufbeuren (Archivfoto)

Bevor die Saison wegen des Coronavirus unterbrochen wurde, waren die SVK-Frauen auf dem besten Weg, den Wiederaufstieg in die Landesliga zu schaffen. Damit würde das Team auch wieder an die erfolgreichen Zeiten anknüpfen – wie auf diesem Foto zu sehen ist, als sich die Fußballerinnen über den Klassenerhalt in der Landesliga freuten.

Bild: SpVgg Kaufbeuren (Archivfoto)

2015 und 2019 stiegen die Frauen der SpVgg Kaufbeuren ab. Wenn der Ball nach der Corona-Pause wieder rollt, haben sie eine Hand am Aufstieg.

23.05.2020 | Stand: 18:53 Uhr

Von Saison zu Saison in anderen Ligen zu spielen, damit kennt sich Kathrin Höfler aus. Die 31-Jährige ist Spielführerin bei der Frauenmannschaft der SpVgg Kaufbeuren und erlebte bis zur Corona-Pause die besseren Zeiten im Team. In der Bezirksoberliga rangiert Kaufbeuren so hoch oben in der Tabelle wie schon lange nicht mehr – das Team ist Tabellenerster mit zwei Zählern Vorsprung. In allen neun Spielen blieben die SVK-Frauen ungeschlagen. Neun Spiele wären noch angesetzt gewesen, Ende Mai hätte der Wiederaufstieg gefeiert werden können.

Jetzt verzögert sich alles – das Ziel aber bleibt. „Wir wollen die Saison ohne Niederlage abschließen“, sagt Höfler. Das würde die Spielbilanz der zurückliegenden Jahre in der Tat wesentlich aufpolieren. Noch bis Sommer 2015 spielten die Damen der SpVgg zwei Ligen höher als aktuell, nämlich in der Bayernliga. 2015 dann folgte der schon länger gefürchtete Abstieg. „Wir sind schon davor ein ums andere Mal erst im Endspurt in der Liga geblieben“, erinnert sich Höfler. 2012/13 schlossen die Kaufbeurerinnen die Saison als Neunte ab, ein Jahr später gar als Zehnte.

Schwierige Saison 2014/2015

Die Saison 2014/15 ist allen als besonders schwierig in Erinnerung, als Spielzeit mit drei Trainern am Spielfeldrand - mit 17 Niederlagen und nur zwei Siegen. „Man kann im Sportlerleben nicht nur aufsteigen. Man muss auch mal absteigen. Das war damals auch gut, weil wir dann auch wieder Erfolge feiern konnten.“ Von Herbst 2015 an trat Kaufbeuren also in der Landesliga an, direkt im ersten Jahr landete die Mannschaft auf Platz sieben und somit im Mittelfeld der Tabelle. Man sei da recht schnell von der Realität eingeholt worden. In den vier Jahren in der Landesliga mischte Kaufbeuren letztlich nie oben mit.

Dünne Personaldecke bei der SpVgg Kaufbeuren

Im Frühjahr 2019 war der nächste Abstieg die logische Konsequenz. „Die Personaldecke war einfach nicht ausreichend“, erinnert sich die Verteidigerin. Der erneute Abstieg habe geschmerzt, denn eigentlich sei das Potenzial für den Klassenerhalt vorhanden gewesen. Eben dieses Potenzial würde die Mannschaft in der Saison 2019/20 abrufen. „Wir haben nicht die herausragenden Einzelspielerinnen, aber sind in der Gesamtheit sehr stabil“, sagt Höfler, dem ein Aufstieg in die Landesliga gar nicht schnell genug gehen kann. Die Spiele dort wären durchaus attraktiver, vom Niveau her läge die Landesliga eben „eine Stufe höher“.

Top-Spiel gegen den Tabellenzweiten der Landesliga

So hätte es Kaufbeuren als Tabellenführer der Bezirksoberliga eben doch mitunter schwer. „Die Gegner stellen sich hauptsächlich hinten rein und versuchen den Ball rauszuschießen“, sagt Höfler. In der Landesliga wäre somit der Spaß am Spiel sicher höher. Neun Spiele, darunter auch noch das Knallerduell mit dem aktuell Tabellenzweiten Wehringen am vorletzten Spieltag, trennen die SVK-Frauen von ihrem Erfolg.