Olympische Spiele 2021

Diskussionen um Olympia-Fackellauf nach steigenden Corona-Infektionen

Japans Olympia-Machern droht wegen wieder steigender Corona-Infektionszahlen ein weiterer Rückschlag. Der kürzlich begonnene Fackellauf für die in weniger als vier Monaten geplanten Olympischen Spiele soll nicht durch die Großstadt Osaka führt.

Japans Olympia-Machern droht wegen wieder steigender Corona-Infektionszahlen ein weiterer Rückschlag. Der kürzlich begonnene Fackellauf für die in weniger als vier Monaten geplanten Olympischen Spiele soll nicht durch die Großstadt Osaka führt.

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Japans Olympia-Machern droht wegen wieder steigender Corona-Infektionszahlen ein weiterer Rückschlag. Der kürzlich begonnene Fackellauf für die in weniger als vier Monaten geplanten Olympischen Spiele soll nicht durch die Großstadt Osaka führt.

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Auch in Japan steigen die Corona-Zahlen wieder. Der olympische Fackellauf sollte daher nicht durch Osaka führen, finden die dortigen Verantwortlichen.
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dpa
01.04.2021 | Stand: 21:52 Uhr

Japans Olympia-Machern droht wegen wieder steigender Corona-Infektionszahlen ein weiterer Rückschlag. Der Gouverneur der Präfektur Osaka, Hirofumi Yoshimura, sprach sich am Donnerstag dagegen aus, dass der kürzlich begonnene Fackellauf für die in weniger als vier Monaten geplanten Olympischen Spiele durch die Großstadt Osaka führt. Der noch in diesem Monat geplante Lauf durch die Präfektur-Hauptstadt sollte abgesagt werden, so Yoshimura. Auch Osakas Bürgermeister Ichiro Matsui befürwortete eine Absage.

Diskussionen um Olympia-Fackellauf durch Osaka nach steigenden Corona-Infektionen

Grund sind die in Osaka wieder deutlich steigenden Corona-Infektionszahlen. Am Vortag wurden dort innerhalb von 24 Stunden 599 Neuinfektionen gemeldet. Auch in der Hauptstadt Tokio ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder gestiegen, am Mittwoch lag sie bei 414.

Erst vor kurzem hatte die konservative Regierung des Landes nach mehr als zwei Monaten den Notstand aufgehoben. Seither gehen wieder viele Menschen aus, zumal die Kirschblütenzeit begonnen hat. Auch andernorts nimmt die Sorge vor einer vierten Infektionswelle im Lande zu. Angesichts dieser Entwicklung hat die Zentralregierung nun entschieden, dass die besonders betroffenen Präfekturen Osaka und Hyogo sowie Miyagi im Nordosten auf eigene Faust striktere Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus ergreifen dürfen. So können die Behörden Strafen gegen Firmen wie Restaurants und Bars verhängen, wenn sich diese nicht an das Gebot kürzerer Öffnungszeiten halten. (Lesen Sie auch: Corona-Ungewissheit vor Olympia belastet Sportler enorm)

Auch der Premierminister und die Olympia-Organisatoren melden sich zu Wort

Äußerungen von Premierminister Yoshihide Suga legten am Donnerstag die Vermutung nah, dass der Abschnitt des Fackellaufs durch Osaka abgesagt werde. Die Olympia-Organisatoren widersprachen dieser Annahme in einer Mitteilung und betonten, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Es gebe Gespräche mit den Behörden in Osaka, deren Ergebnisse so bald wie möglich bekanntgegeben würden. Olympia-Organisationschefin Seiko Hashimoto wird sich an diesem Freitag möglicherweise auf einer Pressekonferenz dazu äußern.

Viele Japaner befürchten, dass sich das Coronavirus durch den bereits gestarteten Olympischen Fackellauf und die im Sommer geplanten Spiele weiter ausbreitet. Die Spiele in Tokio und damit auch der Fackellauf waren eigentlich im vergangenen Jahr geplant, waren aber wegen der globalen Pandemie auf diesen Sommer verschoben worden. Die Mehrheit der japanischen Bevölkerung ist ach jüngsten Umfragen für eine erneute Verschiebung oder gar eine komplette Absage der Spiele. Dennoch halten Japan und das Internationale Olympische Komitee (IOC) an den Plänen fest. Die Zahl der Olympia-Besucher in Tokio soll allerdings erheblich geringer sein als sonst bei den Spielen üblich. (Lesen Sie auch: Olympische Spiele in Tokio: Corona-Einreisebeschränkungen für Fans, Familien und Helfer)

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