Djokovic-Drama in Australien

Djoker-Drama wird zur Chefsache: Premiers von Serbien und Australien telefonieren

Die serbische Premierministerin Ana Brnabic hat am Dienstag mit ihrem australischen Amtskollegen in der Causa Djokovic telefoniert.

Die serbische Premierministerin Ana Brnabic hat am Dienstag mit ihrem australischen Amtskollegen in der Causa Djokovic telefoniert.

Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa (Archivbilder)

Die serbische Premierministerin Ana Brnabic hat am Dienstag mit ihrem australischen Amtskollegen in der Causa Djokovic telefoniert.

Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa (Archivbilder)

Über das Drama um Novak Djokovic haben nun die Regierungschefs von Australien und Serbien telefoniert. Beim Grand-Slam-Turnier wird Djokovic derweil gesetzt.
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dpa
11.01.2022 | Stand: 12:40 Uhr

Nach der Gerichtsentscheidung zu Gunsten von Tennis-Profi Novak Djokovic haben Australiens Premierminister Scott Morrison und seine serbische Amtskollegin Ana Brnabic ein Telefonat zu dem Fall geführt.

Es handelte sich um ein "konstruktives" Gespräch, wie am Dienstag die australische Nachrichtenagentur AAP unter Berufung auf das Büro des Regierungschefs meldete. Darin habe Morrison die "nicht-diskriminierende" Grenzpolitik Australiens und ihre Rolle beim Schutz des Landes während der Corona-Pandemie erläutert. Die beiden hätten sich darauf geeinigt, in Kontakt zu bleiben und die bilateralen Beziehungen zu stärken.

Serbische Premierministerin will Djokovic mit Würde behandelt wissen

Unter Berufung auf den staatlichen serbischen Sender RTS hieß es, Brnabic habe von der australischen Seite gefordert, Djokovic mit Würde zu behandeln. Die Premierministerin habe insbesondere die Bedeutung der Trainingsbedingungen für den serbischen Tennisspieler hervorgehoben, der sich in den vergangenen Tagen nicht auf das bevorstehende Turnier habe vorbereiten können.

Djokovic bei Australian Open an erster Stelle gesetzt

Trotz der Hängepartie um das Visum von Novak Djokovic ist der Titelverteidiger bei den Australian Open von den Turnier-Organisatoren an Nummer eins gesetzt worden. Der Serbe steht an der Spitze der Männer-Setzliste, die am Dienstag von den Veranstaltern des ersten Grand-Slam-Turniers der Tennis-Saison veröffentlicht wurde.

Ein Wandplakat in Belgrad zeigt den Weltranglistenersten im Tennis der Männer: Novak Djokovic.
Ein Wandplakat in Belgrad zeigt den Weltranglistenersten im Tennis der Männer: Novak Djokovic.
Bild: Darko Vojinovic, dpa/AP

Die Setzliste richtet sich nach der Weltrangliste und ist Grundlage für die Auslosung, die für Donnerstag geplant ist. Noch ist offen, ob der ungeimpfte Weltranglisten-Erste Djokovic an den Australian Open teilnehmen kann.

Visum könnte wieder entzogen werden: Einwanderungsminister behält sich Option vor

Australiens Einwanderungsminister Alex Hawke könnte das Visum des 34-Jährigen noch für ungültig erklären. Dem Rekordsieger der Australian Open war in der vergangenen Woche die Einreise ins Land verweigert worden, weil er nicht gegen das Coronavirus geimpft ist und den Behörden die Dokumentation seiner medizinischen Ausnahmegenehmigung nicht ausreichte. Ein Gericht in Melbourne hatte diese Entscheidung am Montag jedoch gekippt.

Australian Open: Djokovic am Dienstag wieder beim Training gesehen

Djokovic trainierte am Dienstag erneut auf der Anlage der Australian Open. Aus einem Helikopter gefilmte TV-Bilder zeigten ihn und sein Team bei einer nicht-öffentlichen Trainingseinheit in der Rod Laver Arena, dem Hauptplatz des Turniers.

Die Nummer zwei der Setzliste bei den Herren ist der Russe Daniil Medwedew, gefolgt vom Hamburger Alexander Zverev. Bei den Damen führt die australische Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty die Setzliste an. Angelique Kerber folgt an Position 16.

Was ist passiert?

Dem Tennis-Profi war in der vergangenen Woche die Einreise ins Land verweigert worden, weil er nicht gegen das Coronavirus geimpft ist und den Behörden die Dokumentation seiner medizinischen Ausnahmegenehmigung nicht ausreichte. Am Wochenende war er deswegen in einem Abschiebehotel in Melbourne untergebracht.

Nach Ansicht eines Gerichts gestanden die Grenzbeamten Djokovic allerdings nicht die vereinbarte Zeit zur Klärung zu. Daher wurde die Entscheidung während einer Verhandlung am Montag gekippt.

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