Tennis Grand-Slam

Djokovic solide ins zehnte Wimbledon-Halbfinale - Federer scheitert

Der Tennis-Weltranglisten-Erste Novak Djokovic erreichte gegen den Ungarn Marton Fucsovics zum zehnten Mal das Wimbledon-Halbfinale in London.

Der Tennis-Weltranglisten-Erste Novak Djokovic erreichte gegen den Ungarn Marton Fucsovics zum zehnten Mal das Wimbledon-Halbfinale in London.

Bild: Adam Davy, dpa

Der Tennis-Weltranglisten-Erste Novak Djokovic erreichte gegen den Ungarn Marton Fucsovics zum zehnten Mal das Wimbledon-Halbfinale in London.

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Novak Djokovic bleibt bei seiner Rekordjagd unangreifbar. Roger Federer ist im Viertelfinale des Tennis-Turniers von Wimbledon dagegen ausgeschieden.
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dpa
07.07.2021 | Stand: 20:12 Uhr

Von beeindruckenden Statistiken will sich Novak Djokovic beim Streben nach Unerreichtem auch in Wimbledon nicht blenden lassen. Der Tennis-Weltranglisten-Erste erreichte durch das 6:3, 6:4, 6:4 gegen den Ungarn Marton Fucsovics zum zehnten Mal das Halbfinale in London und holte seinen 100. Profisieg auf Rasen. "Ich bin mir einiger Zahlen bewusst. Manchmal sehen die Dinge irreal aus, aber ich versuche, im Moment zu leben", sagte der 34-jährige Serbe nach dem Einzug in sein 41. Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier, gab aber am Mittwoch auch zu: "Geschichte zu schreiben, ist eine große Inspiration für mich."

Djokovic trifft nun auf den kanadischen Weltranglisten-Zwölften Denis Shapovalov. Der Linkshänder besiegte den Russen Karen Chatschanow nach 3:25 Stunden 6:4, 3:6, 5:7, 6:1, 6:4. Für den 22-Jährigen, in der ersten Runde nur knapp Sieger über den deutschen Routinier Philipp Kohlschreiber, ist es das erste Grand-Slam-Halbfinale seiner Karriere. "Er ist der beste Spieler der Welt. Aber ich denke, alles ist möglich. Wir fangen am Freitag bei 0:0 an", sagte Shapovalov.

Novak Djokovic bleibt bei seiner Rekordjagd unangreifbar und zieht ins Wimbledon-Halbfinale ein

Turnierfavorit Djokovic geriet auch bei seinem Erfolg über Fucsovics nie in Gefahr, obwohl er sich zeitweise mühte. "Es war eine solide Leistung", sagte Djokovic. Am 30. Jahrestag seines Wimbledonsieges über Boris Becker sprach Michael Stich als Experte beim TV-Sender Sky vom "Rhythmus, den er heute nicht wirklich hatte." Dem 52-Jährigen gefiel der zurückhaltende Auftritt von Djokovic nach dem Match: "Er war früher viel verbissener, heute hat er die Souveränität."

Becker stellte während der Begegnung als Experte des britischen Senders BBC fest, Djokovic zwinge seine Gegner immer noch zu einem weiteren Schlag. Fucsovics müsse das Gefühl haben, jeden Punkt gegen den einst von ihm betreuten Djokovic dreimal machen zu müssen.

Der fünfmalige Wimbledon-Champion strebt nach den Erfolgen bei den Australian und French Open nun seinen 20. Grand-Slam-Titel an. Damit würde Djokovic zu den Rekordsiegern Rafael Nadal und Roger Federer aufschließen. Der Schweizer Federer bestritt im Anschluss sein Viertelfinale gegen den Polen Hubert Hurkacz. Zudem bietet sich Djokovic die Chance, in diesem Jahr alle vier großen Turniere sowie Olympia-Gold zu gewinnen. Den sogenannten Golden Slam hat bei den Herren noch niemand geschafft, bei den Damen gelang dies 1988 Steffi Graf.

Im 50. Grand-Slam-Viertelfinale seiner Karriere zog Djokovic zu Beginn schnell auf 5:0 davon

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Im 50. Grand-Slam-Viertelfinale seiner Karriere zog Djokovic auf dem mit 15 000 Zuschauern wieder voll besetzten Centre Court zu Beginn schnell auf 5:0 davon. Erst danach legte der Weltranglisten-48. Fucsovics seine Anfangsnervosität ab und vereitelte diverse Chancen zum sofortigen Satzgewinn.

Den Rückstand konnte der 29-Jährige in seinem ersten Viertelfinale in Wimbledon jedoch nicht mehr verhindern, ebenso wenig den Verlust des zweiten Durchgangs, in dem Djokovic gegen Ende das entscheidende Break gelang. Der Favorit nahm Fucsovics im dritten Satz sofort wieder ein Aufschlagspiel ab. Zwar hatte auch Djokovic in der Partie mit vielen Grundlinienduellen mitunter Mühe bei seinem Service, holte aber die entscheidenden Punkte und siegte nach 2:16 Stunden. (Lesen Sie auch: Alexander Zverev nach Wimbledon-2021-Aus: Olympia als nächste Chance)

Viertelfinal-Aus für Roger Federer in Wimbledon

Der achtmalige Sieger Roger Federer ist im Viertelfinale des Tennis-Turniers von Wimbledon ausgeschieden. Einen Monat vor seinem 40. Geburtstag verlor der Schweizer am Mittwoch in London 3:6, 6:7 (4:7), 0:6 gegen den Polen Hubert Hurkacz. Damit verpasste Federer seine 14. Halbfinalteilnahme bei dem auf Rasen ausgetragenen Grand-Slam-Turnier. Die langjährige Nummer eins der Welt hat nach zwei Knieoperationen in diesem Jahr nur relativ wenige Spiele bestritten. Federer konnte seine Möglichkeiten gegen Hurkacz vor allem im zweiten Satz nicht nutzen und war am Ende ohne Chance.

Der achtmalige Sieger Roger Federer ist im Viertelfinale des Tennis-Turniers von Wimbledon ausgeschieden.
Der achtmalige Sieger Roger Federer ist im Viertelfinale des Tennis-Turniers von Wimbledon ausgeschieden.
Bild: John Walton, dpa

Der Weltranglisten-18. Hurkacz trifft in seinem ersten Grand-Slam-Halbfinale am Freitag auf den Italiener Matteo Berrettini oder den Kanadier Felix Auger-Aliasssime. Das andere Semifinale bestreiten der serbische Weltranglisten-Erste Novak Djokovic und der Kanadier Denis Shapovalov.

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