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Ex-Djokovic-Coach Boris Becker: "Er macht einen großen Fehler"

Ex-Tennis-Profi Boris Becker kritisiert die Entscheidung von Novak Djokovic, sich nicht impfen zu lassen: "Er macht einen großen Fehler".

Ex-Tennis-Profi Boris Becker kritisiert die Entscheidung von Novak Djokovic, sich nicht impfen zu lassen: "Er macht einen großen Fehler".

Bild: Hendrik Schmidt, dpa

Ex-Tennis-Profi Boris Becker kritisiert die Entscheidung von Novak Djokovic, sich nicht impfen zu lassen: "Er macht einen großen Fehler".

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Der dreimalige Wimbledonsieger und frühere Trainer Boris Becker hat Kritik am Verhalten von Novak Djokovic geübt.
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dpa
07.01.2022 | Stand: 10:25 Uhr

"Ich glaube, er macht einen großen Fehler, sich nicht impfen zu lassen", schrieb die deutsche Tennis-Legende in einem Gastbeitrag für die Daily Mail. Dieser Fehler bedrohe das, was von seiner Karriere und der Chance, sich selbst als besten Spieler der Geschichte zu verewigen, bleibe. Becker trainierte von 2013 bis 2016 den Serben. In dieser Zeit gewann Djokovic sechs Grand-Slam-Turniere, darunter auch die Australian Open, und wurde wieder die Nummer eins der Welt.

Er habe nach deren Ankunft am Flughafen in Melbourne Kontakt mit Djokovics aktuellem Coach Goran Ivanisevic gehabt, schrieb Becker weiter. Dieser habe sich aber in einem anderen Raum aufgehalten, weil mit dessen Visum alles in Ordnung gewesen sei. Mit Djokovic habe er noch nicht gesprochen, aber "ich würde ihm dringend raten, sich impfen zu lassen - ob er auf mich hören würde, ist eine andere Sache", so Becker. Die Regeln seien zu akzeptieren, betonte er.

Tennis-Spielergewerkschaft sichert Djokovic Unterstützung zu

Die Tennis-Spielergewerkschaft PTPA hat ihrem Präsidenten und Mitbegründer Novak Djokovic Unterstützung zugesichert. Dem 34 Jahre alten Weltranglisten-Ersten gehe es gut, hieß es in einer Mitteilung des Gremiums am Freitag. Djokovic habe darum gebeten, "die Fakten über seine Festsetzung" in seinen Worten und zu einem selbstbestimmten Zeitpunkt zu teilen. Der Serbe hatte im August 2020 gemeinsam mit dem Kanadier Vasek Pospisil die Professional Tennis Players Association (PTPA) gegründet als Konkurrenz zum bestehenden Spielerrat der Herren-Organisation ATP.

"Mit dem größten Respekt vor allen persönlichen Meinungen zu Impfungen sollte geimpften und ungeimpften (mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung) Athleten die gleiche Freiheit gewährt werden", an Turnieren teilzunehmen, forderte die Spielergewerkschaft.

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Djokovic will bei den Australian Open spielen, die am 17. Januar beginnen. Weil er offenkundig ungeimpft ist, vor der Einreise aber normalerweise ein Impfnachweis verlangt wird, erwirkte der 34-Jährige eine - höchst umstrittene - medizinische Ausnahmegenehmigung.

Mit dieser landete er am späten Mittwochabend (Ortszeit) in Melbourne. Der Grenzschutz sah die Einreiseregeln jedoch nicht erfüllt, so dass Djokovic zwei Nächte in einem Hotel für Ausreisepflichtige verbringen musste, in dem auch abgelehnte Asylbewerber untergebracht sind. Djokovic hat dagegen geklagt. Ein Gericht in Melbourne will am Montag eine Entscheidung fällen.

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