Deutsche Eishockey Liga

Eishockey- Saisonstart am 13. November? DEL-Chef Tripcke befürchtet "wirtschaftlichen Selbstmord"

Gernot Tripcke, Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga, befürchtet eine Masseninsolvenz in der DEL, falls es bei den aktuellen Bestimmungen - vor allem hinsichtlich der Zuschauerzahl - bleiben sollte.

Gernot Tripcke, Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga, befürchtet eine Masseninsolvenz in der DEL, falls es bei den aktuellen Bestimmungen - vor allem hinsichtlich der Zuschauerzahl - bleiben sollte.

Bild: Uwe Anspach, dpa (Archiv)

Gernot Tripcke, Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga, befürchtet eine Masseninsolvenz in der DEL, falls es bei den aktuellen Bestimmungen - vor allem hinsichtlich der Zuschauerzahl - bleiben sollte.

Bild: Uwe Anspach, dpa (Archiv)

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) kämpft weiterhin für den Saisonstart am 13. November - und hofft auf einen Kompromiss der Politik bei den Zuschauerzahlen.
Gernot Tripcke, Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga, befürchtet eine Masseninsolvenz in der DEL, falls es bei den aktuellen Bestimmungen - vor allem hinsichtlich der Zuschauerzahl - bleiben sollte.
dpa
23.09.2020 | Stand: 16:31 Uhr

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist trotz aller wirtschaftlicher Probleme weiter auf den geplant Saisonstart Mitte November fokussiert. Ob der bereits verschobene Beginn der neuen Spielzeit wirklich zu halten ist, will die Liga bis Ende kommender Woche entscheiden.

"Wir kämpfen für den Saisonstart am 13. November. Aber wir werden keinen wirtschaftlichen Selbstmord begehen", sagte Tripcke "MagentaSport" (Mittwoch) und äußerte erneut Sorgen: "Es ist im Moment alles schlecht für den Eishockey-Sport, für die DEL. Noch schlimmer wäre, wenn wir eine Masseninsolvenz oder einen Massenexitus hätten und irgendeinen Wahnsinn machen." (Lesen Sie dazu auch: Hört uns oder verliert uns! So emotional appellieren die Allgäuer Eishockey-Klubs an die Politik)

20 Prozent der Zuschauer erlaubt? "Nicht das, was dem Eishockey hilft"

Gemeint ist damit, dass die Liga nach seiner Meinung und der der 14 Clubs nicht in die Saison starten kann, wenn die Perspektive bei lediglich 20 Prozent Zuschauern der eigentlichen Hallen-Auslastung liege. "Zwanzig Prozent ist nicht das, was wir uns gedacht haben. Zwanzig Prozent ist nicht das, was dem Eishockey hilft", meinte Tripcke. Die Liga hatte am Montag nach einer Sitzung Forderungen an die Politik gestellt, weitere finanzielle Hilfen zur Verfügung zu stellen oder deutlich mehr Zuschauer zuzulassen.

Für diese Haltung gab es auch Kritik. Im Gegensatz zur DEL wollen die Handball- und die Basketball-Bundesliga auf Grundlage der aktuellen Bestimmungen starten. "Nur weil einer eine Kerze vom Fünfer springt, müssen wir noch lange keinen Rückwärtssalto vom Zehner machen", hatte Tripcke dazu in der "Eishockey News" gesagt.

Die DEL hat nach dem Fußball normalerweise die höchsten Zuschauerzahlen in Deutschland. Dadurch wären die wirtschaftlichen Verluste bei der aktuellen 20-Prozent-Regelung deutlich höher als im Handball oder Basketball. Hinzu kommt, dass die Lizenzierung in der DEL trotz der Corona-Krise auf Basis voller Hallenkapazitäten erstellt wurde. Laut DEL fehlen der Liga aktuell insgesamt rund 60 Millionen Euro.