ESV Kaufbeuren

ESVK sieht sich gut gerüstet für den Saisonauftakt

Beim Get-Ready-Cup erreichten die Joker den zweiten Platz. Am Freitag erwarten sie im ersten Spiel der DEL2-Saison die Dresdner Eislöwen.

Beim Get-Ready-Cup erreichten die Joker den zweiten Platz. Am Freitag erwarten sie im ersten Spiel der DEL2-Saison die Dresdner Eislöwen.

Bild: Mathias Wild

Beim Get-Ready-Cup erreichten die Joker den zweiten Platz. Am Freitag erwarten sie im ersten Spiel der DEL2-Saison die Dresdner Eislöwen.

Bild: Mathias Wild

Der ESV Kaufbeuren schließt den Get-Ready-Cup als Zweiter ab. Lob gibt es für Torwart Stefan Vajs, die Atmosphäre im Stadion ist für die Spieler noch ungewohnt.
02.11.2020 | Stand: 18:30 Uhr

Es war ein kleiner Schreckmoment in der achten Minute im letzten Saisonvorbereitungsspiel des ESV Kaufbeuren in Ravensburg: Joker-Goalie Jan Dalgic lag blutend auf dem Eis, wurde kurz vorher vom sich in einem Zweikampf befindenden eigenen Verteidiger Denis Pfaffengut mit dem Schläger an der Nase getroffen. Ein unglücklicher Unfall, der dazu führte, dass der Youngster vom und Stefan Vajs als Ersatz auf’s Eis musste.

Dalgic zieht sich nur einen Cut zu

Immerhin - die Entwarnung kam prompt - Dalgic zog sich nur einen Cut zu. Glück im Unglück also. Grundsätzlich verlief das Testspiel am Sonntagabend in Ravensburg einen Tick körperlicher und so rein gar nicht zimperlich, anders als vorangegangene Freundschaftsspiele. Sechs Tage vor dem DEL2-Start wurden seitens der Hausherren auch diese Tugenden ausprobiert. Kaufbeuren arbeitete dennoch sachlich und konzentriert, führte zwischenzeitlich 2:0 (beide Tore erzielte der sehr starke John Lammers) und brachte letztlich auch nach dem Ravensburger Anschlusstreffer (31. Minute) die Führung über die Zeit. Dabei agierte Ravensburg, anders als bei deren Auftritt in Kaufbeuren eine gute Woche zuvor, auf Augenhöhe. „Es war eng. Aber wenn man auswärts gewinnt, ist es immer ein gutes Spiel“, sagte ESVK-Trainer Rob Pallin nach dem Match und lobte vor allem Torwart Stefan Vajs - er habe einen großen Anteil am Sieg gehabt, erklärte der Kanadier.

Coach Pallin: "Im Februar interessiert sich keiner mehr für die Vorbereitungsspiele"

Auch Stürmer Daniel Oppolzer bezeichnete die kompletten 60 Spielminuten als „enge Kiste“. Solche Spiele aber müsse man eben gewinnen, erklärte der Routinier. Am Freitag derweil hätte die Mannschaft nicht ihr bestes Spiel gezeigt. Trotz zwischenzeitlicher Führung ging zum Wochenendstart Heilbronn mit 5:3 als Sieger vom Eis. „Wir hatten eigentlich mehr Spielanteile, haben die Partie am Ende aber leider doch verloren“, sagte der Angreifer. Zwei Drittel verliefen hier ausgeglichen, in den finalen 20 Minuten aber schluckten die Joker allein vier Gegentreffer. Mit dem Match in Ravensburg endete nun der sechs Matches umfassende Get-Ready-Cup, den der ESVK mit zehn Punkten als Zweiter abschloss. Erster wurden derweil die Bietigheim Steelers (16 von 18 möglichen Punkten). Die Tabelle war dabei für Coach Rob Pallin uninteressiert. „Ich habe gute Spiele gesehen. Aber im Februar interessiert sich keiner mehr für die Saison-Vorbereitungsspiele im Oktober. Jetzt am Freitag steht das erste richtige Match an“, sagte der Coach mit Blick auf den Beginn der Hauptrunde der DEL2.

„Wir sind nun gut eingespielt“, meinte Oppolzer. Erster Gast in der Erdgas Schwaben Arena wird am kommenden Freitag, 19.30 Uhr, Dresden. Die Eislöwen unterlagen am Sonntag Bayreuth ganz knapp mit 3:4. „Ich bin froh, dass es losgeht. Es ist etwas ganz anderes, wenn man um Punkte und Tabellenplätze spielt“, sagte Oppolzer vor dem Start der Spielzeit.

Spiele ohne Zuschauer noch ungewohnt

Einig waren sich die Akteure auf dem Eis in Ravensburg, dass die kommenden Spiele aber dennoch ungewohnt werden. Wegen der Coronalage sind bekanntlich Zuschauer in den Arenen weiterhin nicht zugelassen. „Schade. Das macht es für uns Spieler nicht ganz so einfach. Aber wir versuchen, das Beste daraus zu machen“, sagte Oppolzer. Deutliche Worte fand derweil Ravensburgs Youngster Justin Volek (spielte zwischen 2016 und 2019 im Kaufbeurer Nachwuchs). In einem Interview mit der Internetplattform sprade.TV sagte der Angreifer in der zweiten Drittelpause am Sonntag auf die Frage nach der fehlenden Stimmung auf den Rängen: „Furchtbar. Mir gefällt es nicht. Aber daran muss man sich gewöhnen. Als Spieler hat man ein bisschen das Gefühl, es wäre ein Trainingsspiel.“