Fußball

Ex-Memminger Furkan Kircicek auf der Überholspur

Furkan Kircicek (Zweiter von rechts) hat bei Drittligist Türkgücü München oftmals Grund zum Jubeln. Früher spielte der 24-Jährige beim FC Memmingen.

Furkan Kircicek (Zweiter von rechts) hat bei Drittligist Türkgücü München oftmals Grund zum Jubeln. Früher spielte der 24-Jährige beim FC Memmingen.

Bild: Türkgücü München/Butzhammer

Furkan Kircicek (Zweiter von rechts) hat bei Drittligist Türkgücü München oftmals Grund zum Jubeln. Früher spielte der 24-Jährige beim FC Memmingen.

Bild: Türkgücü München/Butzhammer

Furkan Kircicek, früher beim FC Memmingen in der Regionalliga, hat sich bei Drittligist Türkgücü München etabliert. Nun plant er den nächsten Schritt.
09.02.2021 | Stand: 17:17 Uhr

Sein wohl größtes Weihnachtsgeschenk hat sich der Allgäuer Furkan Kircicek bereits einen Tag vor Heiligabend selbst gemacht: In der Dritten Liga traf der Offensiv-Fußballer für Türkgücü München zum 2:1 in Meppen. Es war sein erstes Drittliga-Tor – per sehenswerter Direktabnahme.

Später stand ein 4:1-Erfolg für seine Farben zu Buche, sein Treffer war der entscheidende. „Das war unbeschreiblich, ein super Gefühl“, resümiert der 24-Jährige und ergänzt: „Erlösend. Ich konnte der Mannschaft helfen und mich endlich selbst belohnen.“ Sein Team belegt als Aufsteiger derzeit Rang sieben. Kircicek hat sich beim ambitionierten Klub etabliert.

Dabei lief es zu Saisonbeginn für Kircicek, der den FC Memmingen 2019 nach vier Jahren in Richtung München verließ, um dort Profi zu werden, noch weniger gut. Zwar wurde der gebürtige Füssener direkt am ersten Spieltag eingewechselt und feierte damit sein Drittliga-Debüt. Doch bei seinem ersten Startelf-Einsatz einige Partien darauf verlor München gegen Magdeburg (0:2). „Nach dieser Niederlage war ich etwas außen vor“, erinnert sich der Allgäuer. Er musste sich über Trainingsleistung neu empfehlen – doch dann warfen ihn Blessuren erneut zurück.

Er kämpfte sich zurück

Im Dezember kämpfte er sich wieder ins Team, kam mehrfach von der Bank. Der Lohn: ein Einsatz von Beginn an gegen Meppen. Der Ex-Memminger zahlte das Vertrauen prompt mit seinem Treffer zurück. In der nächsten Partie zuhause gegen Topteam Dresden (Erster) stand Kircicek erneut in der Anfangsformation. Er legte nach einer halben Stunde den Siegtreffer zum 1:0 auf. Inzwischen kommt er auf 14 Drittliga-Einsätze, sieben davon als Teil der Startelf. „Ich habe jetzt in dieser Liga Fuß gefasst“, berichtet er. Doch damit will sich Kircicek nicht zufriedengeben. Er arbeitet weiter hart an sich: „Ich will angreifen und endgültig einen Stammplatz. Der Trainer soll nicht mehr an mir vorbeikommen.“ Kircicek ist ehrgeizig. Um fit zu bleiben, schiebt er auch oft Extra-Schichten und achtet sehr auf gesunde Ernährung. Eine große Stütze sei dabei seine Freundin Tamara aus Westendorf, mit der er in München wohnt: „Wir sind schon über vier Jahre zusammen, und sie steht immer hinter mir.“

„Heimat ist mir sehr wichtig“

Aufgewachsen ist Kircicek teils in Buching bei Füssen, teils in Kaufbeuren, wo seine Familie (Eltern, zwei Brüder und eine Schwester) noch immer lebt. „Ich versuche, mindestens einmal im Monat nach Hause zu kommen. Meine Familie und meine Freunde aus der Heimat sind mir sehr wichtig“, sagt er. Auch die Spielpause über Weihnachten und Neujahr hat der Kaufbeurer komplett zuhause verbracht.

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Furkan Kircicek startet in der Dritten Liga durch

Schon in seinem ersten Jahr nach seinem Wechsel vom FCM nach München schaffte Kircicek mit Türkgücü den Aufstieg in Deutschlands dritthöchste Spielklasse. Doch wenn es nach den dortigen Verantwortlichen geht, soll die Reise noch weiter nach oben gehen. Dabei gibt es beim Verein aber auch immer wieder Störgeräusche.

Mal gibt es Probleme mit der Heimspielstätte, mal Gerüchte, Präsident und Investor Hasan Kivran ziehe sich zurück, und immer wieder gerät der Klub auch durch seine Personalpolitik in die Schlagzeilen (fünf Zu- und sieben Abgänge im Winter). Kircicek sagt dazu: „Natürlich kriegen wir das mit, wir werden vom Verein immer gut über so ’was informiert. Aber das Team versucht, das auszublenden. Wir wollen dafür sorgen, dass das Sportliche stimmt, dann geht es auch dem Verein gut.“