Eishockey

Für den ESV Kaufbeuren ist der lange Sommer vorbei

ESVK Co-Trainer Sebastian Osterloh betreute das lange Sommertraining des ESVK.

ESVK Co-Trainer Sebastian Osterloh betreute das lange Sommertraining des ESVK.

Bild: Mathias Wild

ESVK Co-Trainer Sebastian Osterloh betreute das lange Sommertraining des ESVK.

Bild: Mathias Wild

Beim ESV Kaufbeuren ist die Eishockey-Pause vorbei. Sebastian Osterloh berichtet über die vergangenen Monate voller Herausforderungen.
02.10.2020 | Stand: 19:02 Uhr

Die Zeit des Wartens ist endlich vorbei. Ab Montag herrscht für die Mannschaft des Eishockey-Zweitligisten ESV Kaufbeuren wieder so viel Normalität, wie in einem Jahr mit einer globalen Virus-Pandemie eben herrschen kann. Dann beginnt das Trainingslager für die neue Saison, die nach aktuellen Planungen am ersten November-Wochenende beginnen soll. Die DEL 2 startet also mit etwa sieben Wochen Verspätung, somit läuft auch die Vorbereitungsphase der Profis später an als gedacht.

Die Motivation hochzuhalten, war schwer für ESVK Co-Trainer Sebastian Osterloh

Gerade die zurückliegenden Wochen hätten an den Nerven gezehrt, nicht immer sei es einfach gewesen, die Motivation hochzuhalten, berichtet Sebastian Osterloh. Der Co-Trainer der Buron Joker betreute auch in diesem Sommer wieder das freiwillige Sommer-Konditionstraining. Bereits während des Lockdowns lief dieses an – die Spieler hätten damals im wahrsten Sinne des Wortes „Hausaufgaben“ erhalten. „Da waren unter anderem Übungen dabei, die man mit dem eigenen Körpergewicht absolviert hat“, erinnert sich der ehemalige DEL-Verteidiger.

Trainingsprogramm im Fitness- und Rehapark

Grundsätzlich habe man von Monat zu Monat geschaut und ab dem Zeitpunkt der Corona-Lockerungen auch wieder zusammen im Neugablonzer Fitness- und Rehapark trainiert. Inhaber Jürgen Immler kümmerte sich hingebungsvoll um die Eishockeyspieler. „Wir haben einen Stufenplan gemacht – mal ein Krafttraining, dann intensives und hochintensives Training. Jede Stufe dieses Plans erstreckt sich normalerweise über sechs bis acht Wochen“, sagt der ESVK-Fan. „Als die Verschiebung abzusehen war, wollten wir nicht zu viel Gas geben,“ sagt Immler, dem es wichtig war, dass schon im Sommer ein „echtes Team“ aus den Sportlern wurde.

ESVK-Spieler haben sich verbessert

Fester Bestandteil des kompletten Sommertrainings waren auch begleitende Leistungstests. Sämtliche Ergebnisse liegen inzwischen vor. Jeder Spieler habe sich verbessert, einige sogar ganz enorm, berichtet Osterloh, ohne Namen nennen zu wollen. Für Osterloh war es der offiziell zweite Sommer als Fitness-Verantwortlicher, tatsächlich aber schon der dritte oder vierte, denn auch als Aktiver hatte Osterloh seine Kollegen schon unter die Fittiche genommen. In diesem Jahr sei das Sommertraining nicht zuletzt wegen der engen Zusammenarbeit mit Immler nochmals anders ausgefallen. „Wir haben meine und seine Ideen quasi zusammengepackt“, meint Osterloh, der auch betont, dass Spaß ganz weit oben stand. Um die Laune der Spieler hochzuhalten, habe man zum Beispiel besonders oft Badminton gespielt. „Ich glaube, wir würden inzwischen auch eine gute Zweitliga-Badminton-Mannschaft zusammenkriegen“, sagt Osterloh grinsend.

Cheftrainer Rob Pallin war noch in den USA

Mit dem neuen Cheftrainer Rob Pallin hielt der frühere Verteidiger den Sommer über immer wieder Kontakt. Pallin weilte zu diesem Zeitpunkt noch in den USA, sprach Osterloh in Sachen Sommertraining sein volles Vertrauen aus. Jetzt agieren die beiden gemeinsam von Kaufbeuren aus – etwa beim Trainingslager, das ab Montag zunächst zwei Eis-Einheiten pro Tag und somit ein kräftezehrendes Programm vorsieht.

Saison-Testspiel gegen Füssen

Auf welchem Stand die Spieler sind, können die ESVK-Fans schon in einer Woche sehen. Am Freitag, 9. Oktober, findet das erste Saison-Testspiel statt. Dann gastiert ab 19.30 Uhr Altmeister Füssen in der Kaufbeurer Arena.